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 Fortschritte im barrierefreien Nahverkehr
Autor: Mueck 
Datum:   11-18-03 13:41

Hallo

Damit die Diskussion hier mal bissele in Gang kommt, fange ich doch einfach mal mit einer Frage an die Leser meines Artikels http://umverka.de/hefte/heft303/barrierefrei.html an: :-)

- Wieviele Leser sind denn mobilitätseingeschränkt und haben derzeit noch Probleme, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen und warum genau?

- Wer wird durch diese Probleme von der Nutzung des ÖV abgehalten, würde ihn aber nutzen, wenn es möglich wäre?

- Und wie ist man jetzt mobil? Nachteile/Vorteile der Alternative zum ÖV?

Man bekommt ab und zu zu hören, dass barrierefreier Nahverkehr ja ganz nett sein, aber diese immensen Kosten... Und man sähe ja keine, die ihn nutzen und ob nicht ein mit den Umbaukosten stattdessen kostenloser Fahrdienst besser wäre... Da wären paar Argumente aus Sicht der Betroffenen selbst nicht schlecht...

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 Re: Fortschritte im barrierefreien Nahverkehr
Autor: ka-xxl 
Datum:   07-21-04 22:45

Ich bin zwar nicht mobilitätseingeschränkt, aber möchte trotzdem was sagen:
Es ist auffällig, daß in Karlsruhe sehr wenige Rollis in den Bahnen sind. Dies ist ein Indiz dafür, daß die bisherigen Investitionen nicht ausreichten oder falsch eingesetzt wurden. Es gibt kaum Rollifahrer, die in Wolfartsweier wohnen und in die Europahalle wollen. Die VBK und AVG betreiben eine behindertengerechte Politik eh noch nicht so lange. Während in Stuttgart schon 1985 mit Einführung des Stadtbahnsystems der ÖPNV immer barrierefreier wurde, baute die AVG z.B. die Haltestelle "Wörth Eisenbahnmeisterei" noch 1997 mit Treppen!!! Auch 10 GT6-80-Wagen (jetzt 5..) wurden noch mit Hochflurmittelteilen ausgestattet, ebenso waren die Stadtbahnwagen 801-836 hochflurig. Und auch bei den Mittelflurern bringt es Herr Ludwig nicht auf eine behindertengerechte Lösung, er könnte etwa analog zu den ET425 oder den Münchner Trams Hublifte in die vordersten Türen einbauen, um einen Höhenunterschied von ca. 21 cm zu überwinden.
Mein Plädoyer:
Statt der bisherigen Planung der Stadt Karlsruhe, die Linienäste der 1 Durlach,2 Daxlanden, 3 Siemensallee und S2 Rheinstetten umzubauen, sollten ´lieber wichtige Stationen wie Hbf, Entenfang, Europaplatz und Hauptfriedhof erhöht werden.
Auch sollte es auch bei den alten TW 202-215 Klappstufen geben wie bei der Badewanne, damit diese an 34cm-Bahnsteigen halten können und noch weiter eingesetzt werden können. Die bisherige Politik der VBK/AVG war nur teuer, hat aber nichts gebracht.

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 Re: Fortschritte im barrierefreien Nahverkehr
Autor: Mueck 
Datum:   07-27-04 23:52

ka-xxl schrieb:

> Es ist auffällig, daß in Karlsruhe sehr wenige Rollis in den
> Bahnen sind. Dies ist ein Indiz dafür, daß die bisherigen
> Investitionen nicht ausreichten oder falsch eingesetzt wurden.

In der Tat bringen die bisherigen Investitionen den Rollis nicht viel, die ohne fremde Hilfe den ÖV nutzen wollen, weil es noch kein wirklich stadtweites Netz gibt. Rollis in Begleitung sieht man aber durchaus...

> Während in
> Stuttgart schon 1985 mit Einführung des Stadtbahnsystems der
> ÖPNV immer barrierefreier wurde,

... allerdings mit dem Haken, dass man dazu Hochbahnsteige braucht. Die würde ich in Karlsruhe nicht unbedingt haben wollen... Die 34 cm Bahnsteige für unsere Niederflurer sind noch recht stadtbildverträglich und einfach handzuhaben. Aber schon dafür gibt's stellenweise Probleme, z.B. im Citybereich (wobei es da eher politscher Unwillen zu sein scheint...)

> baute die AVG z.B. die
> Haltestelle "Wörth Eisenbahnmeisterei" noch 1997 mit Treppen!!!
> Auch 10 GT6-80-Wagen (jetzt 5..) wurden noch mit
> Hochflurmittelteilen ausgestattet, ebenso waren die
> Stadtbahnwagen 801-836 hochflurig.

Da war man noch nicht so weit, an die baldige Einführung von Nieder- oder Mittelflurer zu denken. Im Zweisystembereich war ja auch erstmal einiges an Technik unterzubringen... Schade ist es aber in der Tat, dass an den Außenstrecken von S1 und S2 viele halbwegs zur Niederflur passende Bahnsteige brachliegen. Meines Erachtens müsste es sich immer noch lohnen, die Einsystem-Mittelteile gegen rolligerechte auf Niederflurniveau auszutauschen. Da ist ja, weil oft nachträglich eingesetzt, nicht allzu viel Technik im Weg...

> Und auch bei den
> Mittelflurern bringt es Herr Ludwig nicht auf eine
> behindertengerechte Lösung, er könnte etwa analog zu den ET425
> oder den Münchner Trams Hublifte in die vordersten Türen
> einbauen, um einen Höhenunterschied von ca. 21 cm zu
> überwinden.

Ich finde den Ansatz, Bahnsteige und Fahrzeuge auf gleiches Niveau zu bringen, eigentlich besser, da das von der Technik her im Einsatz einfach gebrauchssicherer ist, weniger aufhält und auch normalen Kunden mehr Komfort gibt.
Es dauert halt eine Weile, bis so ein System aufgebaut ist... Aber es kann ja auch flotter gehen, wie man an der Rhein-Neckar-S-Bahn ja sieht...

> Mein Plädoyer:
> Statt der bisherigen Planung der Stadt Karlsruhe, die
> Linienäste der 1 Durlach,2 Daxlanden, 3 Siemensallee und S2
> Rheinstetten umzubauen, sollten ´lieber wichtige Stationen wie
> Hbf, Entenfang, Europaplatz und Hauptfriedhof erhöht werden.

In Hbf-Nähe soll es laut weichenbengel ja eigentlich die umgebaute Haltestelle Ebertstraße geben... Wird da jetzt was draus? Ob's für den Hbf selbst schon Pläne gibt.. keine Ahnung...
Wichtig wären erstmal 55-cm-Haltestellen für S4 und S5 im Stadtgebiet, z.B. Bf. Durlach als potentiellen Umsteigepunkt für alle Bahnsteighöhen, s.a. http://umverka.de/hefte/heft303/barrierefrei.html Damit deren Netze erreichbar werden.
Eine "Konkurrenz" zu den Ausbauplänen der anderen Linien würde ich da aber nicht aufbauen. Beides muss parallel laufen.

> Auch sollte es auch bei den alten TW 202-215 Klappstufen geben
> wie bei der Badewanne, damit diese an 34cm-Bahnsteigen halten
> können und noch weiter eingesetzt werden können. Die bisherige
> Politik der VBK/AVG war nur teuer, hat aber nichts gebracht.

Hublifte für alle Fahrzeuge wären auch teuer geworden, bringen dem Großteil der Fahrgäste nix, bringen Folgekosten (Wartung), ...
Langfristig finde ich den Weg der VBK/AVG den richtigen. Er geht abe reinfach viel zu langsam :-)
Da es mit den Niederflurern finanziell wohl nun etwas langsamer gehen wird, wird man wohl auch über den Verbleib einiger älterer bahnen nun anders denken :-)

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 Re: Fortschritte im barrierefreien Nahverkehr
Autor: ka-xxl 
Datum:   07-28-04 17:09

>Hublifte für alle Fahrzeuge wären auch teuer geworden, bringen dem Großteil der Fahrgäste nix, bringen Folgekosten (Wartung), ...

Ich hab auch nur Klappstufen gemeint, damit die alten Wagen 200-215, soweit noch vorhanden, z.B. als zusätzliche Schülerzüge auf der Linie nach Durlach verwendet werden können. Auch ein späterer Mischbetrieb auf einer Linie mit Niederflur-Wagen wäre möglich, wie bis Dezember 2002 (bzw. inoffiziell bis vor einem Jahr) auf der Linie 2.

Ebertstraße wird, denke ich, bald kommen. Dort ist es ja noch dringender, genau so wie bei der Auer Straße früher, gibt es keinen legalen stufenlosen Ausgang der Hatestelle. Ich vermute, daß die Haltestelle eine Ampel bekommt.
Meiner Meinung nach gehören zu den dringendsten Haltestellen "Durlacher Tor", "Kronenplatz", Europaplatz", "Hauptfriedhof", "Yorckstraße", "Hauptbahnof" und "Eckener Straße". Ich bin mir aber bewußt, daß dies höchstwahrscheinlich die letzten Haltestellen sein werden, die umgebaut werden.



Eine Liste der umubauenden Haltestellen habe ich ins bahninfo-Forum gepostet, hier zu finden:
http://forum.bahninfo.de/read.php?18,33253,36167#36167
Danke für die Antwort, falls Sie/du der "Mueck" sind/bist, ich hab sie, wie man sehen kann, erst 3 Wochen später gesehen und dann beantwortet.



Nachricht bearbeitet (07-28-04 17:10)

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 Re: Fortschritte im barrierefreien Nahverkehr
Autor: glx 
Datum:   03-23-08 16:48

Hallo,

wen Karlsruhe auch sonst im ÖV wirklich vorbildlich ist so muss man einfach sagen dass es das in Sachen Barrierefreiheit eben nicht ist.
JEDE Stadt in Baden-Württemberg ist inzwischen weiter als Karlsruhe.
In Heidelberg bekommen jetzt die letzten M8C-Wagen ein Niederfluhrmittelteil, die älteren DÜWAG-Wagen werden durch die neuen Variobahnen ersetzt. Mit Hochbahnsteigen hapert es dort noch etwas, aber es gibt dafür ein 100% barrierefreies Busnetz wo jedes Fahrzeug (auser Regionalbusse) mit einstiegshilfen ausgerüstet ist. Mit diversen Streckenmoderrnisierungen nimmt aber auch dort die Barrierefreiheit immer mehr zu. Und solange man nur eine Stufe überwinden muss ist die benutzung der Bahnen für Rollifahrer wenigstens mit Begleitpersohn möglich.
In Mannheim gibt es im planmäßigen innerstädtischen Verkehr keine Hochfluhrer mehr. Einzig die Regionallinien 5 und 14 (die mit der S1/S11 vergleichbar sind) werden noch vereinzelt Hochfluhrer eingesetzt, auf der 14 allerdings mit festen Fahrzeiten. Dort ist allerdings auch geplant die Fahrzeuge mit alten Stadt-Niederfluhrmittelteilen auszurüsten was auf dieser Linie zu vollständiger Barrierefreiheit führen würde.
Bleibt also nur noch die 5. Und dort kommen ja nach und nach neue Bahnen. Dort hat man es inzwischen geschafft deutlich über die hälfte der Bahnsteige mit Hochbahnsteigen auszurüsten. In der Fußgängerzone befinden sich 2 Haltestellen mit Hochbahnsteigen und 2 weitere mit etwas erhöten Stellen die das einsteigen auch einfacher machen. Inzwischen können Rollstuhlfahrer das Mannheimer Netz eigendlich im großen und ganzen bedenkenlos benutzen, wenn man eben nicht gerade auf die 5 muss.
In Freiburg gibt es auch einen fast vollständigen Barrierefreien ausbau. Die ram-Stationen ohne Hochbahnsteige sind kaum noch vorhanden. Aber das ist eigendlich egal, schließlich haben fast alle Bahnen eine Klapprampe oder eine Überfahrbrücke ähnlich der der S-Bahn RheinNeckar. Und wenn mal eine Bahn keine hat ist das bei den dichten Taktzeiten in Freiburg auch nicht so das problem.
Auch Ulm schlägt Karlsruhe um längen: Jede Bahn hat eine Klapprampe die man eigendlich gar nicht bräuchte weil inzwischen jede Station Hochbahnsteige hat.
Stuttgart hat seit der umstellung der Linie 15 noch etwa 10 Haltestellen wo ein barrierefreier Einstieg nicht möglich ist. Dabei handelt es sich allerdings auch in 2 Fällen nur um nicht richtig ausgebaute Haltestellenteile der Linie U13.
Und Heilbronn hätte bis auf eine Haltestelle auch einen barrierefreien Straßenbahnverkehr, wenn nicht manchmal Hochfluhrer vorbeischauen würden.

Was muss man also in Karlsruhe tun?
Erst einmal im Zuge der Linien S4 und S5 vor erreichen der Innenstadt eine Haltestelle barrierefre ausbauen, und zwar so dass man mit wenigen Metern weg in eine Nf-Tram umsteigen kann. Dazu würden sich der hauptbahnhof, der Weinweg und die Schillerstraße anbieten. Zudem sollte noch der Bahnhof Durlach neu ausgebaut werden.
Auch der Bahnhof Bretten der ja schon mit Hochbahnsteigen ausgestattet ist aber nicht mit Aufzügen (was hat man sich dabei eigendlich gedacht?) sollte endlich Aufzüge erhalten. Pforzheim und Mühlacker sollen ja demnächst welche bekommen, auf Rastatt wird man wohl bis zur fertigstellung der Rheintalbahn warten müssen...
Des weiteren sind alle Hochfluhrer mit Nf-Mittelteil auszustatten. Da ja demnächst einige ältere Hochfluhrfahrzeuge durch Mittelfluhrer ersetzt werden sollen würde es sich anbieten einige heutige 2-System-Hochfluhrer zu 1-System-Hochfluhrern mit Nf-Mittelteil umzubauen. Denn Mittelfluhr-Mittelteile scheiden wegen der Bahnsteiganordnung im U-Strab-Tunnel ja aus.

Des weitern sind alle Niederfluhr- und Mittelfluhrfahrzeuge mit Rampen ähnlich der Freiburger Straßenbahn oder der Überfahrbrücken der S-Bahnen in Stuttgart oder Rhein-Neckar auszurüsten. Das ermöglicht z.B. einen E-Rolli das aussteigen in Haltestellen wie Oberausenstraße die schon barrierefrei sind aber die Bahnsteighöhe noch nicht stimmt.

Und noch zur Frage
ist barrierefreiheit überhaupt notwendig?

Aber Natürlich.
Ich habe beispielsweie einen Freund der im Rollstuhl sitzt. Obwohl sein Arbeitsplatz und auch seine wohnung an ein und derselben Bahnstrecke liegen kann er diese nicht benutzen da sie eben nicht barrierefre ist. D.h. er muss mit einen teilweise vom Steuerzahler bezahlten Taxi fahren. Das kostet den Steuerzahler pro Fahrt an die 20¤, am Tag also 40. D.h wir haben 200¤ in der Woche. Bei ca. 40Wochen Arbeit/Jahr haben wir schon Kosten von 8.000 ¤/Jahr. Nach ein paar Jahren befinden wir uns schon im 3-Stelligen tausender bereich die 1 Rollstuhlfahrer kostet wenn die Strecke nicht ausgebaut ist. Wenn wir uns ein paar Rollifahrer denken dann sind wir ganz schnell im Millionenbreich. Und ich dachte Deutschland müsste sparen. Wenn wir jetzt noch annehmen dass mein Kumpel sein ganzes Freizeitvergnügen mit den Taxi erledigen müsste dann will ich mit Kosten gar nicht mehr kommen.
Was folgern wir daraus?
Schon alleine aus Finanziellen erwägungen ist ein barrierefreier ausbau unausweichlich.

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 Re: Fortschritte im barrierefreien Nahverkehr
Autor: Mueck 
Datum:   04-05-08 19:21

glx schrieb:
> aber es gibt dafür ein 100% barrierefreies Busnetz
> wo jedes Fahrzeug (auser Regionalbusse) mit einstiegshilfen
> ausgerüstet ist.

Wohl wegen dem Reha-Dingens in Neckargemünd war man da an vorderster Front bzgl. barrierereier Busse...

> Und Heilbronn hätte bis auf eine Haltestelle auch einen
> barrierefreien Straßenbahnverkehr, wenn nicht manchmal
> Hochfluhrer vorbeischauen würden.

Die Heilbronner (und auch Straßburger) haben den Vorteil "der späten Geburt" frei nach einem Kanzler...
Denn die haben ihr System ja komplett neu aufgebaut...
... außer bei einigen zentralen Haltestellen, wo man keine so hohen Bahnsteige wollte...
Die anderen Städte mussten mit ihrem Bestandsnetz zurecht kommen.

> Dazu würden sich der hauptbahnhof,

Ist wohl in Planung mit Nieder- und Hochflurbahnsteigen durch unterschiedliche Gleishöhen und beiderseitiges Einsteigen bei Zweisystemern ausnutzend...

> der Weinweg und die Schillerstraße anbieten.

Weinweg schwierig wegen U-Sträble.
Und Yorckstraße hätte reichlich Platz für Mittelbahnsteig, wenn man auf Dreigleisigkeit verzichtet.
Planungen wären mir aber neu in diesen bereichen...

> Zudem sollte noch der Bahnhof Durlach
> neu ausgebaut werden.

Mein Reden...

> Auch der Bahnhof Bretten der ja schon mit Hochbahnsteigen
> ausgestattet ist aber nicht mit Aufzügen (was hat man sich
> dabei eigendlich gedacht?)

Nicht viel? ;)

> sollte endlich Aufzüge erhalten.

> Pforzheim und Mühlacker sollen ja demnächst welche bekommen,

interessant, wusste ich noch nicht. Schön. Wann?

> Des weiteren sind alle Hochfluhrer mit Nf-Mittelteil auszustatten.

Das sollte m.E. bei allen Einsystemern gehen, die ihr Mittelteil erst später bekamen, weil da kann nicht so viel Technik drinstecken.
Bei Zweisystemern steckt zuviel Technik drin, keine Chance...

> Da ja demnächst einige ältere Hochfluhrfahrzeuge
> durch Mittelfluhrer ersetzt werden sollen

Ergänzt, nicht ersetzt m.W.n.

> Des weitern sind alle Niederfluhr- und Mittelfluhrfahrzeuge mit
> Rampen ähnlich der Freiburger Straßenbahn oder der
> Überfahrbrücken der S-Bahnen in Stuttgart oder Rhein-Neckar
> auszurüsten.

Besser wäre eine Fortsetzung des Umbauprogramms wie nach Oberreut raus angefangen...

> Und noch zur Frage
> ist barrierefreiheit überhaupt notwendig?

Danke für die Rechnung. Mal an den Finanzminister des Landes schicken, dass der Gelder für Haltestellenumbau locker macht! ;)

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 Re: Fortschritte im barrierefreien Nahverkehr
Autor: glx 
Datum:   05-11-08 14:54

Die anderen Städte mussten mit ihrem Bestandsnetz zurecht kommen.

Und sind trotzdem in der Regel besser.

Ist wohl in Planung mit Nieder- und Hochflurbahnsteigen durch unterschiedliche Gleishöhen und beiderseitiges Einsteigen bei Zweisystemern ausnutzend...

In der Planung ist viel. Aber wann wird's gebaut?
Und warum hat man eigendlich gerade Hochstetten erhöht wo noch lange Hochfluhrer fahren sollen?

Weinweg schwierig wegen U-Sträble.

Der Bahnsteig ist schon lang genug. Da müsste schon eine 3er Traktion reinpassen.

interessant, wusste ich noch nicht. Schön. Wann?

Seit Jahren heißt's in bölde.

Das sollte m.E. bei allen Einsystemern gehen, die ihr Mittelteil erst später bekamen, weil da kann nicht so viel Technik drinstecken.

Auch dort sollte endlich mal gehandelt werden.

Bei Zweisystemern steckt zuviel Technik drin, keine Chance...

Wenn man die 2-Systemtechnik ausbaut dann ist genug Platz (diese ist ja m.W. im Mittelteil untergebracht).

Ergänzt, nicht ersetzt m.W.n.

M.W. sollen die Bahnen 501-520 in ein paar Jahren ausgemustert werden. Dafür werden 30 2-Systemer beschafft. Wenn man jetzt 20 Hf-2-Systemer auf teil-Nf-1-Systemer umrüstet wären schon über die hälfte der 2-System-Hf-Wagen weg.
Ist nur eine idee wie man die Kisten am besten weiterverwendet, mehr nicht.

Besser wäre eine Fortsetzung des Umbauprogramms wie nach Oberreut raus angefangen...

Das wird dann aber bei den Tempo noch Jahrzehnte dauern. Die Rampen kann man in ein paar Monaten beschaffen.

Danke für die Rechnung.

Das könnte man dann noch über die Sozialen Aspeckte weiterführen.
Wenn man z.B. mal über Ausgrenzung vom öffentlichen Leben usw. spricht dann werden die Argumente nur noch verstärkt.

Übrigens: Ich habe mal die Zahlen noch mal nachgefragt:
Mein Bekannter macht 2 Fahrten am Tag zu je 46,80¤, d.h. am Tag 93,60¤. Davon Zahlt er selbst 10,14¤.
D.h. es bleiben noch 83,46¤ übrig.
Bei 220 Arbeitstagen im Jahr sind das kosten von 18.361,20¤

Irgendwo habe ich letztens gehört das so ca. 7% der Bevölkerung behindert wären, das wären so ca. 5,6Mio. Wenn davon nur 1% einen solchen Fahrdienst braucht dann sind das immer noch 0,056 Mio Personen.
Nimmt man das mal mit den 18.361,20¤ mal die mein Kumpel so verfährt haben wir Kosten von 1028,22 Mio¤, also ca. 1Mrd ¤ im Jahr, verursacht durch nicht barrierefreien ÖPNV. Klar, warscheinlich fahren die meisten Behinderten nicht ganz so weit wie mein Kumpel (ca. 40km/Fahrt), aber trotzdem. Würde mein Kumpel jetzt sein gesammtes Mobilitätsverhalten auf ein Taxi umstellen dann gute Nacht Staatsfinanzen.



Nachricht bearbeitet (05-14-08 12:33)

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