zum Text umwelt&verkehr karlsruhe
Bundestagswahl 24.9.2017
Sonderseite  
 Forum 
 Hefte 
 Infos etc. 
Startseite
Start
Sitemap
Impressum
   Anleitung/Hausordnung 
 

Diskussions-Forum Umwelt&Verkehr Karlsruhe

Das Forum hier ist inaktiv ...
Mittlerweile gibt es ein gut laufendes verbandsunabhängiges Forum für Verkehr, das ich zum Diskutieren für Verkehrsthemen empfehle: forum.verkehr-ka.de
Leider nicht etabliert hat sich das allgemeine Karlsruher Forum

Bitte die technischen Hinweise sowie die "Hausordnung" incl. rechtl. Hinweise beachten, die jeder, der sich hier registriert, durch die Registrierung anerkennt.

1.4: U-Strab und City 2015

 Neuer Beitrag  |  Ganz nach oben  |  Alle Beiträge  |  Suchen  |  Einloggen   Neuerer Beitrag  |  Älterer Beitrag 
 Globale U-Strab Ablehnung
Autor: peter 
Datum:   08-18-02 00:24

Die U-Strab ist Unsinn aus folgenden Gründen:
1) Früher gab es eine Ringlinie, Hauptbahnhof-Kronenplatz-Marktplatz-Euro-Karlstraße-Ebertstraße-Hauptbahnhof.
Alle paar Minuten kam ein Wagen. Da war es nicht nötig eine Zweisystembahn zu haben, denn Umsteigen am Hbf war kein Thema, man kam sofort weiter. Heute muß man dagegen besonders abends bis zu 20 Minuten warten um vom Hbf in die Stadt zu kommen. Und die VBK haben es noch immer nicht geschafft, am Hbf eine elektronische Anzeige zu postieren, die angibt wann der nächste Wagen in die Stadt fährt.
2) Die Zweisystembahn wurde vom mächtigen Herrn Ludwig erfunden, um das Erfolgsmodell Albtalbahn auf andere Nahverkehrslinien zu übertragen. Die Albtalbahn war in seinen Augen so erfolgreich, weil die Wagen nach der Umspurung von Schmalspur auf Regelspur bis in die Stadtmitte fahren konnten - ohne Umsteigen. Doch die Albtalbahn ist ein Sonderfall, da sie ein Tal erschließt, das ganz auf Karlsruhe zentriert ist, alle Leute dort wollen nach Karlsruhe. Das ist bei der S5 zum Beispiel nicht so. Hier ist es ätzend, ab Knielingen tausend Haltestellen abzuklappern und dann noch umzusteigen am Euro, um zum Hbf zu kommen. Viel vernünftiger wäre, die S5 als reinen Bundesbahn-Zug zu betreiben, über den Hauptbahnhof laufend. Die Leute, die in die Stadt wollen, können in Mühlburg, Hbf und Durlach bequem umsteigen. In Durlach könnte man z.B. auf dem Bundesbahngleis unter der Brücke halten (Nähe Untermühlstraße) und per Treppe direkt in die Tram nach Durlach. Nachteil dieser Lösung für Herrn Ludwig: das geht auch ohne Zweisystemtram. Vorteil für Karlsruhe: Entlastung der City ohne Tunnel.
3) Es ist ebenso nicht gesagt, daß alle S4-Fahrgäste darüber entzückt sind,. daß sie ab Grötzingen durch die Stadt zuckeln müssen. Direkt in den Hbf über Bundesbahngleis (schnell) und dann sofort weiter mit der Ringlinie geht genauso schnell.
4) Karlsruhe liegt bekanntlich am Rhein, bei Hochwasser könnte die U-Strab absaufen.
5) Eine Ringlinie ist billig, die 450 Millionen Euro für den Stadbahntunnel sind in Dresden besser aufgehoben.
6) Es ist erwiesen, daß die Mega-Investitionen im ÖPNV nicht so viel bringen, entscheidend ist vielmehr die Bedienung in der Fläche. Das Ludwig-Modell ist so erfolgreich, weil vielmehr Züge als früher ins Umland fahren und dort die Leute einsammeln. Ob es in der City dann ein paar Minuten schneller geht durch den Tunnel als mit der Ringlinie ist dem Bürger aus Pfinztal oder Bretten sicherlich egal. Entscheidend ist das Taktangebot, das es früher nicht gab. Takt geht aber auch ohne Tunnel und mit Umsteigen in der City, am Hbf

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Globale U-Strab Ablehnung
Autor: Mueck 
Datum:   08-18-02 20:34

Hallo Peter

Hier steht's ja auch :-) Dann auch hier eine Antwort, sogar noch
bissele ergänzt :-)

Ringlinien und Umsteigerei braucht man gar nicht, wieder mal eine Gelegenheit, um auf das VCD-Konzept http://www.vcd.org/karlsruhe/city2015/ und den Vergleich mit anderen Netzen http://city2015.cousin.de/vergleich.html auf diesem Server hinzuweisen :)

Ringlinien stammen aus einer Zeit, als die Verkehrsbedürfnisse und Möglichkeiten, am Verkehr teilzunehmen, noch anders waren. Heutzutage steht die Tram in Konkurrenz zum Auto, dass sich jedermann leisten kann. Entsprechend muss ein Komfortvorsprung da sein, das ist zum einen schnell = direkt und umsteigefrei, denn jeder Umweg und jeder Umstieg kostet Zeit und ist bei schlechtem Wetter auch anderweitig unangenehm. Zum anderen ist es auch möglichst wie beim Auto von Haustür zu Haustür, deswegen fährt Ludwig ja auch in die Orte rein und nicht vorbei, und deswegen kann der Schnellschuss mit der U-Strab gewaltig nach hinten losgehen, wenn der Weg zum Verkehrsmittel Bahn genauso umständlich ist wie der zum Verkehrsmittel Auto im Parkhaus.

Das mit der Anzeige kommt ja peu a peu. Hunderte von Fahrzeugen, Strecken und Haltestellen sind ja nicht über Nacht umrüstbar...

Das mit dem 20-Minuten-Loch hängt mit dem "Komfort" zusammen, dass es
gerade nachts besonders viele garantierte Umsteigebeziehungen gibt, Rendevouzhalte zB in der Herrenstraße, was im übrigen im Tunnel auch kaum noch hinzukriegen ist. Verteilt man die Linien zu einem dichteren Takt,
entstehen mehr unangehm lange Umsteigezeiten.

Man braucht die erfolgreichen Zweisystemlinien nicht am Hbf enden zu lassen. Wie man es anders organisieren kann, steht im VCD-Konzept. Bessere Umsteigeverhältnisse am Durlacher Bahnhof wären aber trotzdem vorteilhaft.

4) ist Quatsch, da KA im Hochgestade liegt. Ein noch nicht dagewesener Rheinpegel von 10 m entspräche 107,8 Meter über Normal-Null, Das Tiefgestade liegt in der Ecke so auf 104-105 m ü NN, d.h. bei einem Deichbruch wären die kleineren Siedlugnsbereiche dort abgesoffen. Die Innenstadt Karlsruhes liegt so auf 114 - 115 m ü NN. Und das Tiefgestade ist ziemlich breit. bis das auf 115 m voll gelaufen ist, dass es in die Stadt reinlaufen könnte, dafür braucht es verdammt viel Wasser. Rechne doch mal spaßeshalber Länge x Breite x Höhe und rechne den dafür nötigen Niederschlag aus... Rheinwasser kann also nicht direkt reinlaufen, solange man die U-Strab nicht ins Tiefgestade runter durchzieht, was nicht vorgesehen ist. Und dass die Ingenieure nicht so dumm sind, den Tunnel so ungeschickt an die Entwässerung anzuschließen, dass es ihnen über diesen Weg vollaufen kann, davon gehe ich mal aus.

Dass die Prager U-Bahn vollief, liegt halt auch daran, dass sie die Moldau unterquert und Haltestellen im Hochwasserbereich hat.

Unsere U-Strab könnte allenfalls durch direkten Regen vollaufen, wenn die Kanalisation es nicht packt und das Wasser deswegen in den Straßen steht. Um das zu vermeiden, würde ich mal folgendes empfehlen :) http://geo-bild-ka.de/versiegelung.html
< / werbung > :)

Ob die Sicherheitsreserven "hintenrum" auch hoch genug sind, sprich das die Stadt nicht bei einem Albhochwasser vollläuft, da bin ich nicht so ganz sicher, aber vermutlich reicht es auch da dicke...

Das mit Dresden wäre 'ne Idee. Nicht Karlsruhe, nicht Stuttgart, sondern Dresden! Die können es derzeit eher gebrauchen, denn auch deren Tramnetz hat darunter gelitten.

Zu 6) Ja, der Nutzen dieser Großinvestition ist nicht so berauschend... Neben dichterem Takt bis in die Nacht ist es aber eben auch die umsteigefreie Verbindung zu vielen Zielen, denn mit dem Auto muss man auch nicht umsteigen... Solange es geht, sollte man daran festhalten. Und es geht ja, siehe VCD-Konzept.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Globale U-Strab Ablehnung
Autor: peter 
Datum:   08-19-02 23:42

Danke für die ausführliche Antwort. Die VCD-Vorschläge kenne ich. Warum nicht, dann können die Zweisystemlinien am Leben erhalten werden. Hauptsache, der Tunnel kommt nicht! Beruhigend zu wissen, daß Karlsruhe hoch über dem Rhein liegt!

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Hauptbahnhof / Landgraben
Autor: otmar-von-steuber.de 
Datum:   08-20-02 05:49

Hallo. Antwort auf 15 17 18.




Zitieren:


15
> - Fremdenfeindlichkeit ("Hbf und Fernverkehr unwichtig"),
jo... im Prinzip... Wobei... das Wort... Hmmm...

Hier gibt es nichts schönzureden. Der Kurzstreckentarif unterstützt z.B. nur ohnehin überfüllte Strecken und hängt (nordseitig) den Hbf ab. An anderen Standorten geht man demgegenüber vom ICE zu Fuß zum Ziel.




Zitieren:


17
1) ../.. Heute muß man dagegen besonders abends bis zu 20 Minuten warten um vom Hbf in die Stadt zu kommen. Und die VBK haben es noch immer nicht geschafft, am Hbf eine elektronische Anzeige zu postieren, die angibt wann der nächste Wagen in die Stadt fährt.

Zitieren:


18
Das mit der Anzeige kommt ja peu a peu. Hunderte von Fahrzeugen, Strecken und Haltestellen sind ja nicht über Nacht umrüstbar...

Vor Mitternacht stimmt das nur Richtung Mendelssohnplatz. Schon zum Karlstor ist die längste Lücke 10 Min. lang. Die Bestückung auch der straßenseitigen Wand der Hauptbahnhofshalle mit Nutzinformation ist Sache des Geschäftsbereichs Bahnhöfe der DB, welche sich andernorts ebenfalls kommunal engagiert. Die dort seit Jahren in Rotlichtmanier vorgenommene Werbung zeigt indes, wer demgegenüber in Karlsruhe das Sagen hat.




Zitieren:


18
Das mit dem 20-Minuten-Loch hängt mit dem "Komfort" zusammen, dass es gerade nachts besonders viele garantierte Umsteigebeziehungen gibt, Rendevouzhalte zB in der Herrenstraße, was im übrigen im Tunnel auch kaum noch hinzukriegen ist. Verteilt man die Linien zu einem dichteren Takt, entstehen mehr unangehm lange Umsteigezeiten.

Am Wochenende möchte ich zumindest nachmittags 4 stündliche Fahrten haben, mit abwechselnd 10-Min.- und 20-Min.-Intervallen pro Linie. Damit erhielte jede innerhalb Karlsruhes zwischen Straßenbahnen denkbare Umsteige-Relation alle halbe Stunde eine schnelle Verbindung.




Zitieren:


17
2) ../.. Nachteil dieser Lösung für Herrn Ludwig: das geht auch ohne Zweisystemtram. Vorteil für Karlsruhe: Entlastung der City ohne Tunnel.

Das Karlsruher Modell ist gut und wichtig. Der Fehler ist die Vernachlässung vieles Anderen.




Zitieren:


18
Bessere Umsteigeverhältnisse am Durlacher Bahnhof wären aber trotzdem vorteilhaft.

Das führte Hbf und Fernverkehr noch mehr ins Abseits.




Zitieren:


17
3) Es ist ebenso nicht gesagt, daß alle S4-Fahrgäste darüber entzückt sind, daß sie ab Grötzingen durch die Stadt zuckeln müssen. Direkt in den Hbf über Bundesbahngleis (schnell) und dann sofort weiter mit der Ringlinie geht genauso schnell.

Eine mögliche Nutzung der 2. Rampe am Hbf zwecks Erreichung wenigstens des Europaplatzes.




Zitieren:


17
4) Karlsruhe liegt bekanntlich am Rhein, bei Hochwasser könnte die U-Strab absaufen.

Zitieren:


18
4) ist Quatsch, da KA im Hochgestade liegt. ../.. Dass die Prager U-Bahn vollief, liegt halt auch daran, dass sie die Moldau unterquert und Haltestellen im Hochwasserbereich hat.

Aus dem Stadtplan - aus dem Sinn? Im Prinz-Max-Palais nahm ich flüchtig die Existenz des Landgrabens wahr. Ich bitte um Aufklärung über dessen Verlauf. Die Südentwicklung ist zu befürworten, auch mit Tunnel, jedoch nicht in 14m unter Pflaster.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Dresden
Autor: Karin 
Datum:   08-20-02 17:25

5) Eine Ringlinie ist billig, die 450 Millionen Euro für den Stadbahntunnel sind in Dresden besser aufgehoben.
------------------

Kann dem nur zustimmen, 20% des Bahnnetzes in Sachsen sind wieder herzustellen. Und nicht nur das. Hier sieht es schlimm aus. Die Medien kennen nur Dresden, dahinter gibt es aber noch weitere Orte, die dringend Hilfe benötigen. Gruß aus der Sächs. Schweiz. :-) und danke.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Hauptbahnhof / Landgraben
Autor: Mueck 
Datum:   08-20-02 23:38

Hallo Otmar

Zum Landgraben: In meinem bei City 2015 abgestaubten Innenstadtplan ist er bestens drin :-) Und vor paar Stunden haben wir bei der Infoveranstaltung gelernt, dass beim Marktplatz seine Sohle auf -5m liegt. Nu kannste ausrechnen, wann da der Rhein reinschwappt :-)


Und dann muss man noch so dumm sein, den Tunnel mit dem Landgraben oder der restlichen Kanalisation ohne Rückschlagventile und ohne Punpen und ohne all die anderen schönen Dinge zu verbinden. Da glaub ich nicht dran :-)

Eher schon kann's passieren, dass es bei einem starken Regen die Kanalisation nicht packt und es durch die Löcher wie Rampen und Haltestellenzugänge reinschwappt. Bei den Rampen macht man die Umrandung bissele höher und zieht die Rampe auf +0,5 hoch und geht dann wieder runter oder so, so würde ich das ganz pragmatisch als alter Fischkopp lösen :-) Und für die Haltestellenzugänge geht's vielleicht ähnlich. Dann kann's nur noch direkt reinregnen und dafür gibt's Dächer :-)

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Dresden
Autor: Mueck 
Datum:   08-20-02 23:45

Hachja...

Da könnten die Entscheidungsträger in Karlsruhe und Stutgart mal Größe zeigen und spontan sagen "Wir verzichten auf Sturgart 21 und U-Strab zugunsten des Aufbaus eines U-Boot-Netzes in Dresden!" Aber nix... :-)

So langsam finden alle verlorenen Schäfchen den Weg hierher *freu* :-)

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Dresden
Autor: Karin 
Datum:   08-21-02 11:29

*wink* :-)

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Tunnel in Leipzig
Autor: Karin 
Datum:   08-22-02 13:14

Nur so am Rande heute in der Sächsischen Zeitung:
paßt zum Thema

City-Tunnel wird vorerst nicht gebaut
Der Baustart zum Leipziger City-Tunnel wird wegen der Hochwasser-Schäden in Sachsen auf Eis gelegt. "Wir haben jetzt dringendere Aufgaben", sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums in Dresden, B. Zscheischler, am Mittwoch. Das Tunnel-Projekt werde "auf unbestimmte Zeit" verschoben. Zunächst einmal müssen die vom Hochwasser beschädigten Straßen- und Schienenverbindungen wieder hergestellt werden. Um den ersten Spatenstich für das ehrgeizige Verkehrsprojekt hatte es in den vergangenen Wochen ein heftiges Tauziehen gegeben. Der Termin für den offiziellen Baubeginn wurde wegen Unstimmigkeiten in der Vertragsgestaltung immer wieder verschoben. Das 570 Mill. Euro teure Verkehrsprojekt soll den Bayerischen Bahnhof südlich des Stadtzentrums mit dem Hauptbahnhof verbinden. (ddp)

Auf diesen Beitrag antworten
 Liste der Foren  |  Antworten einblenden   Neuerer Beitrag  |  Älterer Beitrag 


 Liste der Foren 
 Benutzer-Login
 Benutzername:
 Passwort:
 Login-Daten speichern:
   
 Passwort vergessen?
E-Mail-Adresse oder Benutzername unten eingeben. Dann wird Dir per E-Mail ein neues Passwort zugeschickt.

Das Forum läuft mit:
phorum.org
s.a. hier

Kontakt zum Forum-Admin