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Abenteuer Gemüsegarten

Ein eigener Gemüsegarten - heißt das nicht umgraben, sähen, pflanzen, gießen, Unkraut jäten und Schnecken auflesen?

Doch das heißt es - aber es lohnt sich trotzdem! Sicher, es rentiert sich nicht für den Geldbeutel. Aber man sammelt Erfahrungen und kann dabei auch jede Menge Spaß haben. Da haben wir das Umgraben: Insbesondere wenn der Garten vorher brach lag, muss jede Menge "Unkraut" mit seinen Wurzeln herausgelesen werden. Dabei stellt man aber erst mal fest, wieviele Regenwürmer, Tausendfüßler, Engerlinge und andere Tiere den Boden bevölkern. Pflanzt man dann Gemüse und Salatsetzlinge, so bekommt man einen gehörigen Schreck, wenn nach wenigen Tagen gleich mehrere Pflanzen von den Schnecken komplett gefressen wurden. Hat man dann einige vor dem Schneckenfraß bewahren können, so kommt die nächste Enttäuschung, wenn eine Maulwurfsgrille die Wurzeln abgefressen hat, und die Blätter lose auf dem Erdboden liegen. Immerhin: Auf diese Weise lernt man den "Wert" des Gemüses erst so richtig kennen. Schließlich die Ernte: Alles ist so ziemlich gleichzeitig erntereif, man selbst geht in Urlaub und das aufwendig gepflanzte Gemüse wandert zum Teil ungegessen auf dem Kompost. Das, was man erntet, hätte man im Supermarkt möglicherweise sogar liegen gelassen. Ist der Kohlrabi doch stellenweise angeknabbert und der Blumenkohl klein und nicht so makellos weiß, wie man es gewöhnt ist.

Mit der Zeit jedoch macht man seine Erfahrungen und lernt, wie man den Widrigkeiten der Natur ein Schnippchen schlagen kann -- auch ohne Chemie. Man freut sich über Möhren, Salat, die unterschiedlichsten Kohlarten und was man sonst noch gerne auf dem eigenen Speiseplan stehen hat.

Vielleicht besonders überraschend ist es, dass man bei der Arbeit im Garten neue Bekanntschaften machen und Freundschaften schließen kann. Die gegenseitige Hilfe und der Erfahrungsaustausch zeigen, wie wertvoll das "Zusammen Leben" in unserer so individuell ausgerichteten Welt ist.

Leider verschwinden die Gemüsegärten zusehends, da man die zugehörigen Mühen nicht mehr auf sich nehmen möchte. Rasen und Blumenrabatten ersetzen die Gemüsebeete. Es geht jedoch auch der Bezug zur Herkunft unserer Lebensmittel verloren. Deshalb möchten wir an dieser Stelle jeden ermuntern, der sich überlegt, einen Gemüsegarten anzulegen.

Johannes Meister

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 1/04

Stand des Artikels: 2004! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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