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Schüler mit aufblasbarer Weltkugel
Foto: Knut Lickert

Schulbusse auf Füßen — Auch die Kleinen können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Schließlich geht es um ihre Zukunft. Und nebenbei tun sie etwas für ihre Gesundheit und entwickeln ihre Intelligenz. Wie? Indem sie ihre Eltern davon überzeugen, das Auto stehen zu lassen und “zu Fuß zur Schule” zu laufen! Unter diesem Titel fand vom 17. bis 22. September 2007 bundesweit eine Aktionswoche an Schulen statt. Der Kreisverband Esslingen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hat die Grundschulen der Stadt angeschrieben, die zweite Schulwoche dazu zu nutzen, um sich mit dem Mobilitätsverhalten der Schüler zu beschäftigen. An der Schillerschule in Berkheim und der Herderschule in Oberesslingen fanden zu Beginn des Schuljahres Aktivitäten statt, die Schüler und ihre Eltern ermuntern sollten, möglichst oft die Beine zu bewegen.

In England wurde 1994 zum ersten Mal die Aktionswoche “I walk to school” ins Leben gerufen. Im Laufe der Jahre hat sich die Idee weltweit ausgebreitet. In Deutschland ruft unter anderem der Umweltverband VCD seit einigen Jahren zur Aktionswoche auf.

“Vor 30 Jahren waren Kinder täglich vier Stunden draußen, heute ist es bei vielen nur noch eine Stunde”, erläutert Dirk Rupp, Vorsitzender des VCD Esslingen, das Anliegen der Aktionswoche. “Häufig ist Bewegungsmangel der Grund für Übergewicht und schlechte Schulleistungen der Kinder. Außerdem gefährdet das tägliche Verkehrschaos vor den Schulen die Sicherheit und belastet unsere Umwelt.”

An den beiden teilnehmenden Schulen wurden in Zusammenarbeit mit den Eltern sogenannte “Laufbusse” organisiert. Dabei geht es darum, den Kindern eine attraktive Möglichkeit zu bieten, in Gruppen zur Schule zu kommen. Wie ein richtiger Schulbus hat der “Laufbus” Haltestellen und einen Fahrplan. Darüber hinaus konnten alle Kinder einer Klasse “Grüne Meilen” sammeln. Als “Grüne Meile” gilt jeder ohne Auto zurückgelegte Schulweg. Die gesammelten Meilen wurden dem Klima-Bündnis gemeldet, das alle weltweit gesammelten Kindermeilen bei der UN-Klimakonferenz den Politikern überreichte.

Der Schillerschule Berkheim — "Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt" — liegt besonders viel an dieser Aktionswoche. “Im Unterricht sollen interessierte Lehrer die verschiedenen Aspekte des Laufens spielerisch mit den Kindern erkunden” erklärt Christina Schrader, Sportlehrerin an der Schillerschule. Unter dem Titel “Umwelt- und Klimaschutz” werden den Schülern die globalen Zusammenhänge unserer Verhaltensmuster deutlich gemacht. Unter dem Aspekt “Gesundheit und Bewegung” sollen Kinder darauf aufmerksam gemacht werden, wie sich das morgendliche Laufen auf ihr Wohlbefinden und ihre Konzentration auswirkt. Auch soll die soziale Komponente betont werden, denn Kinder, die zur Schule laufen, haben vor dem Unterricht die Möglichkeit, ihren Freunden zu begegnen und sich zu unterhalten. Schließlich soll die Station “Entdeckung Schulweg” Schüler dazu motivieren, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen und den anderen Schülern mitzuteilen, was sie auf dem Weg zur Schule entdeckt oder erlebt haben. Die laufenden Schüler haben stets Aufregenderes zu erzählen, als die im Elterntaxi transportierten Kinder. Weiter Infos:
zu-fuss-zur-schule.de
esslingen.vcd-bw.de
walkingbus.de
kinder-meilen.de

Weitere Infos zur Mobititätserziehung von Kindern enthält die Mobilitätsfibel, die im Umweltzentrum kostenlos erhältlich ist.

Ja

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 1/08

Stand des Artikels: 2008! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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