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  Pro Bahn   

PRO BAHN im Gespräch mit KVV-Geschäftsleitung

Am 26.1.2017 ist eine Abordnung von PRO-BAHN-Mitgliedern der Einladung von Alexander Pischon und Ascan Egerer in die Tullastraße gefolgt. In sehr angenehmer Atmosphäre fand ein zweistündiger Gedankenaustausch statt. Willy Pastorini hat im Vorfeld ein Arbeitsblatt mit Fragen zum Netzausbau, zum Betrieb, zu Fahrzeugen und Einsparungen erarbeitet. Herzlichen Dank an ihn für die tolle Themenaufstellung sowie für die Moderation des Nachmittages.

Zunächst war das Thema Netzausbau an der Reihe. Hier ging es um die Linienverlängerung nach Knielingen Nord, die bis 2018 realisiert werden soll. Das im Verkehrsentwicklungsplan 2012 festgelegte Projekt „Pulverhausstraße“ und eine Linienverlängerung in Durlach zum zukünftigen Neubaugebiet „Pfinzquartier“ (ASV-Gelände) kamen ebenfalls zur Sprache. Zum Thema Netzausbau erfuhren wir, dass aktuell als Forderung des Landkreises die Einbindung der Stadtbahnlinien S31/S32 in das Karlsruher Tram-Train-Netz am Schloss Gottesaue zwischen Durlach Bahnhof und Karlsruher Hbf ansteht. Hierdurch wären erstmals umsteigefreie Verbindungen von Menzingen, Odenheim und Bruchsal in die Karlsruher Innenstadt möglich. Damit soll auch verhindert werden, dass bei künftigen Verkehrsausschreibungen diese Linien möglicherweise der AVG verloren gehen.

Ebenso thematisiert wurde der Neu- bzw. Ausbau der Turmbergbahn. Hierzu läuft derzeit eine Studie, die sämtliche Varianten des Neu- und Ausbaus beleuchtet und mit deren Fertigstellung im Frühjahr gerechnet wird. Im vergangenen Herbst veranstaltete PRO BAHN an der Talstation der Turmbergbahn zu diesem Thema einen Pressetermin. Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war die Kombilösung. Hier ging es um mögliche Linienführungen nach Beendigung der Bauarbeiten (Engpass am Mühlburger Tor; zwei oberirdische Linien durch die Kaiserstraße).

Ein großes Thema war auch der behindertengerechte Ausbau von Haltestellen wie z. B. der Haltestelle Untermühlstraße, mit dem geplanten Vollknoten über die Gleise, was PRO BAHN neben den Linksabbiegespuren am Bahnübergang Weinweg als eine zusätzliche Bremse in der wichtigen Zulaufstrecke zum Untergrundstraßenbahntunnel sieht. Ullrich Müller veranstaltete im letzten Jahr zu diesem Thema einen Pressetermin vor Ort. Weiterhin wurden in diesem Zusammenhang die Zuwegungen und Bahnsteighöhen angesprochen. Hier erfuhren wir, dass die Arbeiten an den innerstädtischen Tramhaltestellen der VBK im Zeitplan liegen und bis 2022 abgeschlossen sein werden. Im außerstädtischen Bereich, besonders bei den Bushaltestellen, könnte der Ausbau noch länger dauern. Problematisch ist zudem eine barrierefreie Zuwegung in Teilbereichen des Schwarzwaldes durch die Höhenüberwindung zwischen Bahnsteig und Gehweg.

Desweiteren gab es einen Gedankenaustausch zu betrieblichen Themen wie Vorrangschaltung vor dem Individualverkehr. Durch Baustellen und den fehlenden Südabzweig vom Marktplatz zum Hauptbahnhof über die Ettlinger Straße ist diese derzeit erschwert. Außerdem wurde das Problem der oft fehlerhaften DFI-Anzeigen an den Haltestellen angesprochen. Problematisch ist derzeit in manchen Fällen noch der Datenaustausch bei Zugausfällen mit anderen Eisenbahnunternehmen. An diesem Thema wird derzeit von Seiten des KVV gearbeitet.

Informiert wurden wir auch über die neue Einrichtung eines Ausbildungsstandortes für Triebfahrzeugführer am Standort Heilbronn. Hierdurch kann auf den Personalengpass besser reagiert werden. Desweiteren wurden wir über die verbesserte Pünktlichkeit und die verringerten Fahrtausfälle insbesondere bei den Stadtbahnlinien S51/S52 informiert.

Leider ist die Zeit viel zu schnell vergangen, so dass nicht alle Themen angesprochen werden konnten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Alexander Pischon und Ascan Egerer für die Einladung und die Zeit, in der Sie uns Fragen beantwortet und informiert haben. Gerne führen wir zu einem späteren Zeitpunkt das Gespräch weiter.

Holger Heidt

Diskussionen/Leserbriefe zu: PRO BAHN: PRO BAHN im Gespräch mit KVV-Geschäftsleitung


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