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“Neues Geld bewegt die Welt”

So war auf der Titelseite der Zeitschrift “Publik Forum” im Juli 2004 zu lesen. Es geht um regionale Währungen, die derzeit vielerorts wie Pilze aus dem Boden schießen: Seit 2002 der Bremer “Roland” und 2003 der “Chiemgauer” startete, gibt es bundesweit schon über 40 regionale Währungen.

Ende Januar war es auch in der Region Karlsruhe soweit; inzwischen nehmen rund 40 Geschäfte / Unternehmen / DienstleisterInnen “Carlos” an.

Der “kleine Bruder” des Euro kann und will diesen natürlich nicht ersetzen, wohl aber ergänzen. Er ist ein Warengutschein, dessen Wert dem des Euro entspricht (1 Carlo = 1 Euro). Allerdings verliert er pro Quartal 2% seines Wertes und muss dann mit einer Wertmarke erneuert werden; Grund genug, die Scheine in Waren oder Dienstleistungen “umzutauschen”, sie also auszugeben, in Umlauf zu bringen (Umlaufsicherung): “Taler, Taler, du musst wandern, von der einen Hand zur andern...”

Die Unternehmen verwenden die eingenommenen Carlos wiederum für ihre Einkäufe oder können sie an ihre Angestellten als Lohnanteil weitergeben. Nicht verwendete Carlos können die Unternehmen bei einer Ausgabestelle -- z.B. im Laden 3 in der Kaiserstraße, Nähe Umweltzentrum -- zurückgeben. Sie erhalten dann den Betrag in Euro mit einem Abschlag von 5% auf ihrem Girokonto gutgeschrieben. Davon gehen 3% an ein gemeinnütziges Projekt, das die KundInnen bei jedem Geldumtausch (Euro in Carlo) aus einer Liste von z.Zt. sechs Projekten auswählen. Die restlichen 2% decken den Verwaltungsaufwand der Regiogeldzentrale.

Im Gegensatz zum Euro als globales “Ferngeld” ist das Regiogeld ein “Nahgeld”. Durch die regionale Bindung dieser Währung soll die regionale Wirtschaft gefördert und im Wettbewerb mit den Discountern gestärkt werden. So hat der Chiemgauer im Januar 2003 mit 23 Unternehmen angefangen und ist jetzt bereits bei mehr als 300 Akzeptanzstellen angelangt. Über 400 KundInnen setzen monatlich ca. 12000 Chiemgauer um, Tendenz steigend. Dadurch konnten sechs gemeinnützige Projekte gefördert werden. Zwischen der Kundschaft und den Unternehmen ist ein völlig neues Verhältnis entstanden -- alle sind begeistert.

Vielleicht kann ja die Redewendung “beim Geld hört die Freundschaft auf” bald umgemünzt werden in: “beim Carlo fängt die Freundschaft an”.

Wünschen wir also dem Carlo eine ähnlich stürmische Entwicklung wie seinem Vorbild, dem Chiemgauer! Denn: Je mehr Menschen mitmachen, umso besser wird das Regiogeld florieren.

Rosemarie Köhnlein

Weitere Informationen:
carlo-regional.de
Kontakt: Verena Zwölfer
Telefon 0721 / 6659473
info@carlo-regional.de

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 2/05

Stand des Artikels: 2005! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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