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Radverkehr in Karlsruhe

Seit der vernichtenden ADAC-Studie zum Karlsruher Radverkehr (u&v 2/04) bewegt sich etwas beim Radverkehr. Dabei halfen vielleicht auch neue Leute in den Ämtern, u.a. der nun zuständige, selbst aktiv radelnde Bürgermeister.

Wir berichteten schon im u&v 3/04 über das Gutachten der PGV (Planungsgemeinschaft Verkehr, Hannover), das die Stärken Karlsruhes im natürlichen Umfeld sah (relativ eben, warm und kompakte Struktur), die Schwächen bei Öffentlichkeitsarbeit und Infrastruktur.

Zwischenzeitig hat sich Karlsruhe auch noch an einem europaweit einheitlichen Bewertungs- und Qualitätsmanagementsverfahren in Anlehnung an BYPAD beteiligt. Dessen Schlussbericht wurde beim Radlerforum am 22.6.2005 diskutiert. Es hat sich dabei auf drei anspruchsvolle Oberziele für das Jahr 2012 geeinigt. Man orientiert sich dabei an den besten Städten in Deutschland:

  1. Die Steigerung des Radverkehrsanteils von derzeit 16% auf 21%
  2. Trotz mehr Radverkehr eine Senkung der Unfallzahlen um 15%, bei Schwerverletzten um 25%
  3. Die Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer wird angestrebt

Bei den Maßnahmen konkretisierte man mit Zahlen die Umsetzung von zwei Stadtteilrouten pro Jahr.

Letzteres bezieht sich auf das neue Radverkehrsnetz, das Ämter und Verbände in der AG Radverkehr entworfen haben. Der Planungsausschuss wird kurz nach Erscheinen des Heftes darüber entscheiden. Über das Ergebnis und die Routen werden wir berichten. Rund 15 Hauptrouten sollen die City mit den äußeren Stadtteilen bzw. untereinander verbinden. Hinzu kommen etliche Nebenrouten und touristischer Verbindungen. Welche baulichen Maßnahmen auf den einzelnen Routen nötig sind, wird der nächste Arbeitsschritt werden.

Diskutiert wurde beim Radlerforum auch ein 20-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs. Es soll einen Leitfaden für die Radverkehrspolitik in Karlsruhe werden, mit dem die gesteckten Ziele erreicht werden sollen. Karlsruhe will sich als Rad-Großstadt Nr. 1 in Süddeutschland positionieren. Bei der Umsetzung soll das ganze Repertoire an möglichen Radinfrastrukturmaßnahmen genutzt werden, also nicht nur klassische Radwege. Es laufen ebenfalls Vorbereitungen für einen neuen Stadtplan für Radfahrer. Fest steht auch, dass die Radrouten in nicht allzu ferner Zeit neu beschildert werden und zwar mit vernünftigen Schildern, wie sie bereits auch schon sporadisch in Karlsruhe stehen (z.B. am Rhein).

Wollen wir mal hoffen, dass alles nicht nur gut klingt, sondern sich auch in der Praxis gut bewährt. Es tut sich hinter den Kulissen bereits viel, wenn auch für die meisten Radler in der Praxis noch nicht spürbar. ADFC und VCD sind am Prozess beteiligt, melden sich dabei kritisch und konstruktiv zu Wort und werden darüber berichten.

Heiko Jacobs

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 2/05

Stand des Artikels: 2005! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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