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Neues und Gutes

Das Land Rheinland-Pfalz hat angekündigt, die Elektrifizierung der Bahnstrecke Karlsruhe-Landau-Neustadt zum nächsten Bundesverkehrswegeplan anzumelden. Das teilte Ministerpräsident Beck in einem Schreiben an den Landkreis Südliche Weinstraße mit. Damit rückt der Ausbau der wichtigen Strecke in die Pfalz, der von den anliegenden Kreisen und Kommunen schon länger gefordert wird, erstmals in greifbare Nähe. Allerdings dürfte bis zur Umsetzung noch reichlich Zeit vergehen. Der nächste Bundesverkehrswegeplan gilt erst ab 2015. Aktuell laufen bereits die Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Strecke Wörth-Germersheim.

Der VCD Karlsruhe begrüßt die Planungen jenseits des Rheins, die dazu beitragen können, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Von Bedeutung sind sie nicht zuletzt auch im Hinblick auf den Bedarf für den Bau einer weiteren Autobrücke über den Rhein. Von Pfälzer Seite werden dafür regelmäßig (vermeintlich) steigende Verkehrszahlen als Hauptargument ins Feld geführt.

Aus drei mach fünf: Karlsruhe hat zwei weitere „Fahrradstraßen“. Nach Zirkel, einem Teil der Erbprinzenstraße und der Hagsfelder Allee sind nun auch ein Abschnitt der Herrenstraße zwischen Erbprinzenstraße und Amalienstraße und ein 800 Meter langes Stück der Sophienstraße als „Fahrradstraße“ ausgezeichnet. Dort haben Radfahrer Vorrang vor dem motorisierten Verkehr. Der aufgewertete Abschnitt der Herrenstraße ist Teil der Cityroute Süd.

Der „Karlsruher“, die Bonusmünze der City Initiative Karlsruhe, ist vor drei Jahren als ausschließliche Subventionierung von Autofahrern gestartet. Beim Einkauf zu einem bestimmten Betrag in den beteiligten Geschäften gibt es eine Silbermünze im Gegenwert von 50 Cent, die ursprünglich nur in Parkhäusern eingelöst werden konnte. Bus- und Bahnfahrer konnten das Angebot erst später nutzen. Nun hat die „City Initiative“ auch die Radfahrer entdeckt. Das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof nimmt die Münzen an. Für zwei „Karlsruher“ gibt es eine Tageskarte, für deren fünf eine Wochenkarte.

Wer das Angebot als Rad- oder Bahnfahrer nicht in Anspruch nimmt, zahlt dennoch für die Autofahrer mit. Der Anteil, den die beteiligten Geschäfte an der Bonusmünze zahlen, wird selbstverständlich über die Preise auf sämtliche Kunden umgelegt.

Die Doppelhaltestelle am Europaplatz bringt mobilitätseingeschränkte Bahnfahrer in Schwierigkeiten, wenn die eigene Straßenbahnlinie weit entfernt an zweiter Stelle hält. Eine Markierung auf dem Bahnsteig soll jetzt versuchsweise Abhilfe schaffen. Das dort markierte helle, taktile Quadrat neben der Litfaßsäule können Kunden, die Probleme beim Einsteigen haben, dazu nutzen, um den Fahrer auf einen weiteren Halt in erster Reihe aufmerksam zu machen. Ggf. hilft er auch beim Einsteigen, versprechen die Verkehrsbetriebe. Die gute Initiative hat aber zwei Haken: Das „Aufmerksamkeitsfeld“ gibt es nur am nördlichen Bahnsteig des Europaplatzes, nicht hingegen in Gegenrichtung vor der Postgalerie. Und Hinweisschilder oder Erklärungen zu der unscheinbaren hellgrauen Fläche gibt es auch nicht. Der Erfolg des Verkehrsversuchs hängt also davon ab, dass sich Sinn und Funktionsweise rumsprechen. Wir tun es hiermit.

Reiner Neises

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 2/09

Stand des Artikels: 2009! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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