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In der Messervitrine fehlt leider die Machete zum Weg freischneiden ...
Besser: in der Mitte;  Fotos: H. Jacobs

Zu Fuß in Ettlingen

Die Stadt Ettlingen hat vor Jahrzehnten in der Altstadt die Gebäude saniert und eine verkehrsberuhigte Zone geschaffen. Um ein mittelalterliches Aussehen nachzuahmen, wurden die schmalen Bürgersteige beseitigt und die Wege bekamen in ganzer Breite Kopfsteinpflaster. Die Bevölkerung weiß die Neuerung zu schätzen. Seit damals ist die Stadt einladender geworden. Wir können der Hektik entsagen und die angenehme Atmosphäre genießen. Wo es möglich ist, werden auch außerhalb der Altstadt weiterhin verkehrsberuhigte Bereiche geschaffen, und auch die eingemeindeten Ortsteile Ettlingenweier und Bruchhausen haben ihre eigenen verkehrsberuhigten Bereiche.

Das Kopfsteinpflaster ist unangenehm zu begehen und macht leider vielen Leuten Probleme. Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, Frauen, die Schuhe mit spitzen Absätzen tragen ... Die erhöhte Sturzgefahr versuchte man durch Bänder aus 40X60 cm großen Sandsteinplatten zu entschärfen. Aber Sandsteinplatten sind teuer, erst recht, weil sie öfter brechen, und das unverwüstliche Kopfsteinpflaster wurde nur etwa zu einem Viertel der Straßenbreite ersetzt. Ein weiterer Nachteil ist, dass in den engen Straßen die „Möblierung“ und Fahrzeuge die schmalen Sandsteinplattenbänder vielfach verstellen. Meines Erachtens wird nichts unternommen, die Sandsteinplattenbänder konsequent frei zu halten, vielleicht ist es nicht durchführbar. Um den untragbaren Zustand zu verbessern, sollte das Kopfsteinpflaster auf der ganzen Straßenbreite durch gewöhnlichen ebenen Straßenbelag ersetzt werden!

Ein viel benutzter Fußgängerüberweg über die Rheinstraße fungiert auch als Schulweg und wurde durch eine Ampel gesichert. Vor etwa einem Jahr wurde auf die Ampel auf der einen Straßenseite eine Kamera aufgesetzt, die den Überweg erfasst. Über den Ampelknopf wird verhältnismäßig schnell der Verkehr auf der Fahrbahn angehalten. Die Kamera (mit Rechner) erfasst die querenden Fußgänger und hält den Zustand der 4 Ampeln aufrecht, bis die Fußgänger die Furt geräumt haben. Auch größere Gruppen, die an dieser Stelle zu Schulbeginn und Schulende queren, gelangen schnell und komfortabel über die Straße.

An dieser Stelle wurde auch eine Orientierungshilfe, vor allem für Sehbehinderte geschaffen. An den abgesenkten Bürgersteigen beiderseits des Fußgängerüberwegs ist ein Band von hellen weißen genoppten Platten verlegt. Am Ampelmast verläuft quer über den Bürgersteig ein Band von gerillten Platten, die Position des Ampelmastes kann von Sehbehinderten durch den Stock ertastet werden. Wenn die Fußgänger Grün haben, ertönt aber leider für Blinde weder ein akustisches Signal, noch ist eine Vibrationsplatte vorhanden. Außerdem wird die Ampelanlage in der Dunkelheit abgeschaltet. Das sind zwei Nachteile für Fußgänger!

In der Seestraße waren beim Straßenbau größere Änderungen fällig, und bei dieser Gelegenheit sind auch für Fußgänger Verbesserungen geschaffen worden.

An Fußgängerüberwegen wurde der Bürgersteig bis auf die Fahrbahnhöhe abgesenkt. Ein großer Fortschritt: Vor allem für Gehbehinderte und Menschen, die mit rollendem Gerät unterwegs sind, ist die Querung sehr erleichtert. Um auch den Sehbehinderten zu helfen, wurden, wo der Bürgersteig endet, helle weiße gepunktete Plattenbänder verlegt.

Im Wohngebiet der Seestraße sind zwar nur 30 km/h erlaubt, aber es gibt viele Raser. Um den Fußgängern wirklich zu helfen, sollten in der Nähe der zwei Bushaltestellen und des Bahnhofs Bruchhausen die Fußgängerüberwege mit Zebrastreifen gesichert werden!

Es gibt noch was zu tun!

Walter Suppanz

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 2/12

Stand des Artikels: 2012! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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