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Kräuter, Gemüse und Blumen auf dem Berliner Platz — Menschen und Insekten freuen sich! Foto: Mari Däschner

Neues von den Fächergärten

Drei Jahre nachdem das Karlsruher Urban Gardening-Projekt Fächergärtner gestartet ist, grünt und blüht es weiterhin beim Marstallgarten in der Oststadt und in den Beeten beim Budo-Club in der Weststadt. Wenn es Schnecken, Wühlmäuse und allzu gierige Passanten zulassen, werden die „Marstallgärtner“ und die „Budogärtner“ auch regelmäßig mit der Ernte von Kräutern, Gemüsen und Obst für ihr Tun belohnt. Wie schon in früheren Ausgaben der „umwelt&verkehr“ berichtet, sind es bislang diese beiden Gruppen aktiver Fächergärtner, die das Projekt dauerhaft prägen. In diesem Frühling ist auf Initiative des Gartenbauamts ein weiterer Standort hinzugekommen, an dem sich ebenfalls ein paar Fächergärtner um Pflanzen in der Stadt kümmern: Mitten auf dem Berliner Platz wurden Ende April von initial e. V. aus Holz gebaute Hochbeete aufgestellt, mit Erde befüllt und teilweise bepflanzt. Wenigstens auf ein paar Quadratmetern ist seitdem etwas Grün zu sehen auf einem ansonsten völlig trostlosen und großflächig versiegelten Platz. Besonders viele Studenten und Mitarbeiter des KIT passieren die kleine Reihe Holzkisten vor der Post täglich auf dem Weg von und zu ihren Arbeitsorten, natürlich auch zahlreiche andere Menschen. Ähnlich wie bei der Aktion in der Kaiserstraße 2013, bei der während der halbjährigen Sperrung des Straßenbahnverkehrs zwischen Kronenplatz und Marktplatz Gemüse und Blumen in sogenannten Big Bags wachsen durften, werden auch die Hochbeete auf dem Berliner Platz nur vorübergehend stehen und müssen voraussichtlich schon im Herbst diesen Jahres wieder verschwinden. Und wieder sind die Reaktionen der Passanten sehr wohlwollend, zum Teil richtig begeistert. Manche wollen gleich aktiv mitgärtnern, spenden Pflanzen oder versprechen, sich ab und zu beim Bewässern zu beteiligen, was bei den herrschenden Bedingungen in den Kisten an diesem Ort ein besonders wichtiger Beitrag ist! Ursprünglich ist geplant, nach dem Auf- und Wiederabbau einer Baustelleneinrichtung der KASIG weitere Kistenbeete aufzustellen, Platz genug ist hier auf jeden Fall. Doch zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses war von dieser eigentlich für Mai angekündigten Baustelle noch nichts zu sehen. Wir müssen also abwarten und hoffen, dass dann das Pflanzen von Gewächsen jahreszeitlich bedingt und für einen solch kurzen Zeitraum überhaupt noch Sinn macht. Selbstverständlich sind AnwohnerInnen und sonstige Interessierte immer willkommen, sich bei der Aktion zu beteiligen. Dafür dient auch das BUZO-Umweltzentrum als Anlaufstelle und zur Kontaktaufnahme.

Fächergärtner lassen schon zwei Stellen in Karlsruhe bunter werden: Beim Marstall (oben, nahe Schloss Gottesau) und beim Budoclub (unten, im Grünzug Hildapromenade); Fotos: Heiko Jacobs

Auch aus anderen Stadtteilen kündigen sich derzeit Initiativen an, die im öffentlichen Raum für Wachstum sorgen wollen: Eine Gruppe in Grötzingen will an zentraler Stelle im Ort Beete anlegen. Unter dem Namen „Neue Allmende“ möchte sie gemeinschaftlich in der Öffentlichkeit gärtnern, einen Ort der Begegnung schaffen und die vorhandene Grünfläche vielfältiger gestalten. Die BUZO arbeitet mit der Initiative zusammen. Für eine Belebung in Neureut-Kirchfeld könnte eine eine weitere Gruppierung künftig sorgen, jedenfalls gibt es hier ebenfalls erste Vorbereitungen für urbanes Gärtnern. Wir werden also ganz im Sinne des ursprünglichen Fächergärtner-Konzeptes eine Ausweitung auf weitere Stadtteile fördern und sich neu bildende Gärtnergruppen nach unseren Möglichkeiten unterstützen.

Mari Däschner

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 2/15

Stand des Artikels: 2015! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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