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Graphik Radroutenprogramm

Radroutenausbau in Karlsruhe schreitet voran

Mit dem Ausbau der Radrouten für das Programm “fahrradfreundliches Karlsruhe” geht es voran. Nach Fertigstellung der beiden Cityrouten (s. u&v 2/06) hat der Planungsausschuss am 28.9.2006 den Ausbau der ersten Stadtteilroute von Knielingen in die Innenstadt beschlossen. Baubeginn ist womöglich noch 2006.

Zumindestens in Fahrtrichtung Innenstadt werden die Radfahrer auf großen Teilstücken (im Prinzip zwischen B 36 und Erzbergerstraße) mittels Radspuren von oft zu schmalen Radwegen mit auf die Fahrbahn geholt, während Kraftfahrzeuge künftig zwischen den Bäumen parken sollen. Dass der Verlust an Parkplätzen und zwei Bäumen so reibungslos den Ausschuss passieren konnte, hat einige erstaunt. “Hilfreich” waren da vielleicht die erst kurz vorher bekannt gewordenen gestiegenen Unfallzahlen im Radverkehr, die deutlich machten, dass die Zeit fauler Kompromisse vorbei sein sollte. Denn solche waren bezüglich der zwei Bäume schon fertig in der Schublade ... So bleibt es nur in Höhe Haltestelle Kußmaulstraße beim Radweg, weil dort eine längere Baumreihe fallen müsste.

Stadtauswärts bleibt es zwischen Hertz- und Erzbergerstraße leider beim Radweg, weil die Fahrbahn für zwei Radspuren zu schmal ist beziehungsweise weil die Gefahr durch die Straßenbahngleise zu groß wäre. Da auf der Nordseite weniger Ausfahrten und Einmündungen sind, wollte man dort den heutigen Zustand belassen. Nach Intervention des VCD nach dem Planungsausschuss wird aber nun doch noch untersucht, ob dort zumindestens kleinere Verbesserungen möglich und finanzierbar sind.

Letzteres Problem zeigt zwei Dinge auf: Zum einen sahen die Verbände ADFC und VCD die Pläne erst kurz vor der Ausschusssitzung, also zu spät, um Kritikpunkte rechtzeitig vorher in die Planungen einfließen lassen zu können. Das könnte sich aber hoffentlich bessern, denn bei den nächsten beiden Stadtteilrouten waren ADFC und VCD schon bei der Mängelanalyse beteiligt. Die von uns gefundenen Punkte und Vorschläge fließen somit zusammen mit denen der Stadt und des Karlsruher Ingenieurbüros Stay in die Planung ein. Letzteres schlug auch einige kleinere Abweichungen vom ursprünglichen Radroutennetz vor, siehe Graphik. Schon bei der Eröffnung der Cityroute-Nord haben wir im Smalltalk erst hinterher ein paar naheliegende Punkte ansprechen können. Vielleicht trug dies ja dazu bei, nun frühzeitiger eingeschaltet zu werden.

Zum anderen zeigt sich schon bei der ersten Route, dass der vorgesehene Finanzrahmen pro Route doch sehr knapp bemessen ist. Schon diese erste Route wird vermutlich ein Mehrfaches der für eine Route veranschlagten Kosten von durchschnittlich 200.000 € kosten. Hier sollte der Gemeinderat beim nächsten Haushalt unbedingt nachlegen, damit Nägel mit Köpfen gemacht werden können bzw. damit das Programm nicht von zwei auf eine Route pro Jahr gekürzt werden muss.

Im Bereich Fachhochschule wurden vor einiger Zeit schon Verbesserungen vorgenommen, so dass dort nichts mehr zu tun ist, ebenso an den Knoten Erzberger- und Reinhold-Frank-Straße. An der Kreuzung mit der Neureuter Straße wartet man den vierspurigen Ausbau der B 36 ab, der dort auch Verbesserungen für Radfahrer enthält. Würden diese Abschnitte auch noch auf das Konto Radroutenausbau gehen, wäre der Kostenrahmen vollends gesprengt worden ...

Neben den genannten Umbauten kommen noch etliche kleinere hinzu, vor allem an Knotenpunkten.

Heiko Jacobs

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 3/06

Stand des Artikels: 2006! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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