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Atomkraft, ja bitte???

Zukunftsfähige Energiepolitik mit Kohlekraftwerken (hier altes und neues Kohlekraftwerk am Rhein) und Atommeiler? Foto: Mari Däschner

Nach der Bundestagswahl hat es nicht eine Woche gedauert bis die Baden-Württembergische Landesregierung gefordert hat, die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern — zum Wohle der Umwelt wohl gemerkt! Weniger CO2-Ausstoß ist das Ziel. Doch für die Entsorgung des anfallenden Atommülls fehlt ein tragfähiges Konzept. In Baden-Württemberg soll auf jeden Fall kein Endlager gesucht werden, betont die Landesregierung.

Welche Risiken die Hinterlassenschaften der Atomenergie verursachen, sieht man z. B. im niedersächsischen Asse. Die Auswirkungen der Umweltschäden im Umfeld des ehemaligen Salzbergwerks sind noch nicht absehbar. Die Folgekosten tragen die Energiekonzerne nur zu einem kleinen Teil. Genauso wie für die Verglasung der Restbestände langjähriger Atomforschung im Forschungszentrum im Hardtwald. Im Schlamm des Linkenheimer Altrheins hat sich Plutonium angereichert. Die Landesregierung sieht hier keine Gefährdung. Maßnahmen zur Entsorgung sind nicht vorgesehen.

Ohne Verlängerung der Laufzeit wäre der Neubau von Kohlekraftwerken notwendig, so Tanja Gönner, Umweltministerin des Landes (CDU). In Karlsruhe wird derzeit ein Kohle-Großkraftwerk gebaut, dessen Sinn nach einer Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke endgültig in Frage gestellt würde.

Die Hälfte der Gewinne aus der Laufzeitverlängerung der AKW soll der Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien zu Gute kommen, so die Forderung der Landesregierung. Doch weshalb können Energiekonzerne mit der Atomkraft überhaupt Gewinne einstreichen, während die „Entsorgung“ der Altlasten zu einem großen Teil von Steuermittel getragen wird?

Es ist traurig, dass der schwarz-rote „Atom-Konsens“ mit Schwarz-Gelb ein jähes Ende gefunden hat. Die Atomenergie und ihre Hinterlassenschaften bleiben damit eine unendliche und skandalöse Geschichte.

Johannes Meister

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 3/09

Stand des Artikels: 2009! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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