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  Pro Bahn   

Mit dem Orientexpress stirbt eine Legende —

Einschneidende Kürzungen im Nachtzugverkehr ab Karlsruhe

Orientexpress in Karlsruhe Foto: Johannes Meister

Mit der Bahn im „Nachtsprung“ nach Mailand, Wien und Budapest — das ist bald Geschichte. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 streicht die Deutsche Bahn die Nachtzüge „Orientexpress“ (Strasbourg / Frankfurt am Main — Karlsruhe — Wien — Budapest) und „Apus“ (Amsterdam — Karlsruhe — Milano). Will man mit der Bahn nach Norditalien, Österreich und Ungarn reisen, so muss man das zukünftig am Tage und verliert so einen Urlaubs- oder Arbeitstag. Denn im Liege- und Schlafwagen ließen sich bisher Hunderte von Kilometern im Schlaf überbrücken. Man reiste am Abend ab und erreichte sein Ziel am nächsten Morgen, zumeist gut ausgeschlafen.

Das Ende des Orientexpresses wurde schon zum Zeitpunkt der Einführung des TGV eingeleitet. Er fuhr seitdem nicht mehr wie früher von und nach Paris: Westlicher Endpunkt war Strasbourg. Für die fehlende nächtliche Verbindung nach Paris sind TGVs in Tagesrandlage kein ausreichender Ersatz, da man entweder deutlich später ankommt oder entsprechend früher abreisen muss. In diesem Fall muss man in Paris auch noch einen zusätzlichen Hotelaufenthalt einplanen.

Vorerst können ab Karlsruhe noch mehrere internationale Ziele erreicht werden: Darunter Amsterdam, Kopenhagen, Prag und Warschau und mit etwas Zeit sogar Moskau — und das umsteigefrei. Doch die Zukunft des Nachtreiseverkehrs ist ungewisser denn je.

Sonderfahrten im Luxuszug im Charme der zwanziger Jahre können für viel Geld im Reisebüro gebucht werden. Mit einer regelmäßigen Nachtzugverbindung hat dies aber wenig zu tun. Während der Traum von Europa auf der Straße längst Realität ist, findet der Bahnreisende immer neue Hürden vor. Der Gewinner ist der Flugverkehr und der Verlierer die Umwelt.

Johannes Meister

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 3/09

Stand des Artikels: 2009! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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