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Die Karlsruher Technologieregion ist weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt. Eine noch ältere Tradition hat die Demokratiebewegung, die auch immer wieder neue Denkanstöße benötigt. Damit ist nicht nur die Rechtsprechung gemeint, sondern neue Impulse von Bürgern für Bürger. Es wird heute viel über Schulden gesprochen und geschrieben. Von der Tatsache, dass den Schulden auch gigantische Vermögen gegenüberstehen, wird selten berichtet. Da aber das jetzige Geldsystem von Zins und Zinseszins fast nie hinterfragt wird, ist der Versuch, sich „an den Haaren aus dem Sumpf zu ziehen“, nahezu aussichtslos. Dass es auch andere Denkmodelle und regionale Lösungsansätze gibt, wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

Zwei solcher Lösungsansätze gibt es auch hier in Karlsruhe. Beiden gemeinsam ist der Wunsch, unsere Region — die Kommune — wirtschaftlich zu stärken. Zugegeben, beide Initiativen wurden nicht in Karlsruhe erfunden. Über Regionalgeld ist im Zusammenhang mit dem „Chiemgauer“ in den Medien schon häufiger berichtet worden. Nicht zuletzt deshalb, weil der „Chiemgauer“ als erfolgreichstes Regionalgeld Deutschlands inzwischen mit mehreren Banken zusammen arbeitet.

Das Karlsruher Regionalgeld CARLO versteht sich als Denkanstoß, die Basis unseres kränkelnden Geldsystems zu hinterfragen, das auf exponentiell ansteigenden Zinszahlungen beruht. Eine wirklich nachhaltige Entwicklung ist unter Beibehaltung des gegenwärtigen Geldsystems kaum zu erreichen. Denn wirtschaftlich interessant sind lediglich Aktivitäten, die sich auch „rechnen“. Langfristig nachhaltige Projekte erscheinen hinsichtlich der Schuldzinsen häufig nicht wirtschaftlich (weil sie sich nicht „rechnen“) und werden deshalb in der Regel nicht ernsthaft weiter verfolgt. Im Gegensatz dazu unterstützen Regionalgelder wie CARLO regionale Wirtschaftskreisläufe und tragen u. a. dazu bei, energieintensive Transportvorgänge zu minimieren.

Die „ohne Zins Bewegung“, kurz „o/ZB“, ist in Karlsruhe erst ein „Jährling“, aber kein „Lehrling“. Die ersten konkreten Ansätze stammen aus den 70er Jahren in Schweden. Inzwischen ist die JAK Bank eine nicht mehr wegzudenkende Größe in Schweden. Hier in Deutschland wurden die Grundelemente der JAK Bewegung zuerst von der o/ZB Stuttgart eingeführt. Vor einem Jahr gründete sich auch in Karlsruhe eine solche Solidargemeinschaft. Innerhalb dieser Gemeinschaft werden Projekte in der Region Karlsruhe mit zinslosen Geldern gefördert.

Doch was hat das alles mit dem Umweltzentrum zu tun?

Beide Initiativen bieten im BUZO-Umweltzentrum jeweils freitags von 15 bis 17 Uhr in persönlichen Gesprächen Informationen an, und es kann zu diesen Zeiten auch der CARLO erworben werden — denn ein solches Projekt lebt vom Mitmachen.

Die o/ZB fördert am liebsten Projekte in der Region, die alternative Energieerzeugung oder Energieeinsparungen ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie unter carlo-regional.de und ozb-ka.de.

Vorträge zur o/ZB siehe „Termine“ auf der letzten Seite dieser Ausgabe.

Peter Kleinert

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 3/11

Stand des Artikels: 2011! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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