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  BUZO   

Klimaschutz endlich in der Politik angekommen?

Demo Fridays for Future 25.10.19; Foto: Heiko Jacobs
FFF-Demo 25.10. mit Forderungen an Politik; Foto: Heiko Jacobs

Dank Greta Thunberg und Fridays for Future scheint das Thema Klimaschutz endlich in der Politik angekommen zu sein. Damit dies auch tatsächlich so ist, gehen nun nicht mehr nur Schüler regelmäßig an ausgewählten Freitagen auf die Straße, um Taten statt leerer Worte von der Politik einzufordern. Auch in Karlsruhe haben Tausende für Umweltschutz demonstriert. Darüber hinaus haben rund 30 Karlsruher Organisationen im Vorfeld der Beschlüsse des Klimakabinetts gemeinsam einen offenen Brief an Politik und Wirtschaft adressiert. Diese Aktion, von ATTAC initiiert, wurde von der BUZO maßgeblich unterstützt. Auch PRO BAHN und VCD haben ihn mitgetragen. Zumal die Beschlüsse bei weitem nicht ausreichen werden, die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, wird weiterer Druck notwendig sein. Auf lokaler Ebene wurde am 22.10.2019 von zunächst 20 lokalen und regionalen Organisationen das Klimabündnis Karlsruhe gegründet, um gemeinsam für den Klimaschutz zu kämpfen. Das breite Bündnis soll den Austausch erleichtern und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit verbessern. Aber egal an welcher Stelle wir aktiv werden: Wir alle müssen uns für das Klima einsetzen, ob im Großen oder Kleinen. Die Verbände und Organisationen bieten dafür viele Möglichkeiten. Wichtig ist allein, dass unser Engagement nachhaltig ist und nicht nach kurzer Zeit von anderen Themen überdeckt wird. Helft mit!

... und auch der Insektenschutz?

Ein guter Ansatz für den Erhalt der Artenvielfalt war und ist ein Volksbegehren für den Artenschutz, bekannt durch den Namen „Rettet die Bienen!“. Durch die erfolgreiche Lobbyarbeit der Bauernverbände ruht es jedoch derzeit. Man kann weiter unterschreiben — auch im Umweltzentrum — aber es wird bis Dezember nicht weiter beworben. Hintergrund ist, dass die Initiatoren des Volksbegehrens gemeinsam mit der Landesregierung bis dahin über die Ausarbeitung des Gesetzesentwurfs verhandeln, um eine größere Akzeptanz der nötigen Maßnahmen auch bei Landwirten zu erreichen. Leider wurden viele falsche Informationen über das Volksbegehren veröffentlicht und dagegen polemisiert. Dabei geht es doch darum, die Fehler einer jahrzehntelangen Agrarpolitik, die zu Artenrückgang, Monokulturen, Landschaftsverödung und letztlich zur Zerstörung unserer Lebensgrundlagen geführt hat, zu korrigieren. Das Volksbegehren fordert die Politik zum Handeln heraus und richtet sich nicht gegen die Landwirte. Insofern ist es schon jetzt ein Erfolg, der natürlich umso größer ist, je mehr Menschen es durch ihre Unterschrift unterstützen.

Johannes Meister

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