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Gleisverlegeung in der Reichenbachstraße -- Juli 2003

Gründe für die Bahn

Durlach ist auf den ersten Blick hervorragend an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Drei S-Bahn-Linien, zwei Straßenbahnlinien und neun Buslinien des KVV führen nach Durlach.

Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass mit Ausnahme der beiden Straßenbahnlinien 1 und 2 und der Buslinie 21 alle Linien Durlach selbst nur am Rande bedienen, dabei aber kaum eine innerstädtische Erschließung vornehmen, da sie lediglich Verbindungen zum Umland und zu den Durlacher Stadtteilen herstellen.


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Abfahrtsplan Linie 40 gültig bis 12. Juni 2004

So auch die Buslinie 40, die vom Bahnhof Durlach zum Endpunkt Killisfeld verkehrt, und abends und am Wochenende auch Aue-Ost mit der Haltestelle Kärntner Straße bedient. Diese Busverbindung, die 1954 eingerichtet wurde, verband nicht Durlach mit Aue, sondern Aue wurde an die Straßenbahnhaltestelle Auer Straße, bzw. an den Bahnhof Durlach angebunden. Dadurch hatte die Auer Bevölkerung mit ihrer Buslinie einen guten Anschluss an den ÖPNV, aber keine umsteigefreie Verbindung zur Durlacher Innenstadt. Außerdem war die Umsteigesituation am Busbahnhof wegen der langen Wege und der Wartezeiten unattraktiv.

Eigentlich lag es auf der Hand Abhilfe zu schaffen. Aber es sollte sehr lange dauern, bis sich am Horizont etwas abzeichnete und die Widerstände in den Reihen der Stadtverwaltung überwunden waren.

Durch eine Änderung der Linienführung der Busse hätte schnell eine Komfortverbesserung für die Fahrgäste erreicht werden können. Natürlich wird jetzt durch die beiden Straßenbahnlinien ein Optimum erreicht, aber ein halbes Jahrhundert waren die Bewohner Aues auf die unzulänglichen Busanbindungen angewiesen. Trotzdem wurde von Verwaltungsseite behauptet, die Busanbindung sei gut. Um bessere Angebote machen zu können, müssten mehr Fahrgäste den Bus nutzen. Außerdem sei mit keiner großen Steigerung zu rechnen. In einer Gemeinderatssitzung vom November 1983 wurden von der Stadtverwaltung unter anderem folgende Gegenargumente vorgebracht:

... Die Omnibuslinie 40 befördert pro Werktag nur 1300 Fahrgäste. Auch nach Fertigstellung der neuen Baugebiete werden nicht die Größenordnungen erreicht, die einen auch nur einigermaßen wirtschaftlichen Straßenbahnbetrieb gewährleisten. ... Weiter kann wegen der engen Bebauung in Aue die Straßenbahn nicht das Ortszentrum - so wie heute der Omnibus - erreichen, so dass die Fahrgäste längere Fußwege zu den Haltestellen zurückzulegen hätten. ... Aus den genannten Gründen sehen die Verkehrsbetriebe keine realistische Möglichkeit, die Straßenbahn nach Durlach-Aue zu führen.

Hätte man diesen Argumenten geglaubt, dann wäre das Kapitel Straßenbahn Aue - Wolfartsweier bereits vor 20 Jahren gestorben. Allein die Fahrgastzahlen mussten auf den Prüfstand, denn ein attraktiveres Angebot und neue Wohngebiete lässt die Fahrgastzahlen steigen. Nicht berücksichtigt wurde von Seiten der Verwaltung auch der sogenannte Schienenbonus. Gerade in Karlsruhe hat man in den vergangenen Jahren immer wieder bei der Umstellung auf die Schiene gute Erfahrungen gemacht. Die Verkehrsbetriebe sind inzwischen optimistischer. Aus Erfahrungen mit anderen Neubaustrecken rechnen sie mit ca. 11000 Fahrgästen.


Diskussionen/Leserbriefe zu: Hintergrundinfos: Tram nach Aue und Wolfartsweier - Gründe für die Bahn


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