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Es wächst zusammen, was zusammen gehört! Die neue Querung für die Hirschstraße; Foto: Heiko Jacobs

Neue ebene Querung über die Kriegsstraße

Früher konnte man den damaligen „Boulevard“ Kriegsstraße überall ebenerdig queren. Erst der Ausbau zur Stadtautobahn in den 60ern/70ern durchtrennte u. a. Hirsch- und Leopoldstraße und so auch gewachsene Fußgängerströme zwischen Innenstadt und Südweststadt. Die Unterführung konnte nie dieselbe Akzeptanz erreichen.

Der Bürgerverein Stadtmitte hatte eine ebenerdige Querung schon lange auf seiner Agenda. Im Rahmen der Sanierung „City-West“ 04/05 machte auch ich einen Vorschlag für gleich 2 Querungen für beide Straßen und brachte diesen auch bei der parallel laufenden Planung der neuen Radrouten ein. Anklang fand die Idee leider noch nicht.

Umso überraschter war ich, als Ende letzten Jahres zu lesen war, dass die Stadtplaner das Thema aufgegriffen hatten. Kurz unkte man zwar noch über ein Scheitern, da man die Umsetzung in einer Zeit plante, in der schon viele Baustellen die Autofahrer belasteten und daraufhin OB Fenrich selbst kurzerhand die Umsetzung (nur?) auf das Frühjahr verschob. Auch Autofahrer meldeten sich natürlich zu Wort und befürchten ein Verkehrschaos durch eine neue Ampel.

Ein Nachteil war der Aufschub aber nicht, ganz im Gegenteil! Aus den Plänen ging hervor, dass die Querung nur für Fußgänger entworfen war. Da Radfahrer schon die Unterführung schiebend nutzen, war es völlig naheliegend, dass auch Radler die ebenerdige Querung intensiv nutzen werden, ganz egal, wie sie gebaut ist und ob es legal wäre. Sie wäre aber räumlich und rechtlich kaum für sicheren Radverkehr geeignet gewesen. Deswegen intervenierte u. a. ich mit zwei Änderungsvorschlägen. Tatsächlich nahm man Anregungen auf und plante um. Und tatsächlich rückten im Frühjahr Bagger an und bauten so, dass Rad- und Fußverkehr entflochten sind. Es ist nun keine kurze Fahrt gegen die Fahrtrichtung nötig und die Radfahrer sind vom Zebrastreifen abgesetzt, der ausschließlich Fußgängern Vorrechte gibt, Radlern — oft falsch gemacht! — aber nicht! Faustregel: „Zebra“ „wegdenken“ ergibt, ob Radler dort Vorrechte haben oder nicht. Bei Kreiseln haben sie meistens auch ohne „Zebra“ Vorrang vor Ausfahrenden und Vorfahrt vor Einfahrenden. An anderen Stellen, wo „Zebras“ beim Queren von Straßen helfen, haben Radler meistens keinerlei Rechte.)

Vielen Dank für die (umgeplante) Querung! Möge sie zeigen, wie man mit gezielten Maßnahmen für einen stadtgerechteren Verkehr sorgt.

Heiko Jacobs

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 2/11

Stand des Artikels: 2011! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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