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  BUZO   

Ein Hauch von Spöck

Bautrupp der AG Verkehr in Aktion. Alle Fotos: Uwe Haack

Fachexkursionen zu interessanten Zielen sind überall sehr beliebt. Da machen auch wir keine Ausnahme. So haben sich am 2. August Mitglieder der BUZO, des VCD und von PRO BAHN per Rad auf den Weg gemacht, der in Finanznöte geratenen Neubaustrecke des KVV nach Friedrichstal/Spöck ihre Aufwartung zu machen. Glücklicherweise konnte der befürchtete Baustopp durch eine Finanzierungsbeteiligung des Landkreises Karlsruhe vermieden werden. Ein fundierter Bericht darüber ist in der Zeitschrift “der weichenbengel”, Ausgabe 4/04 zu finden, der auch im Umweltzentrum zur Einsicht ausliegt. Nachfolgend also ist der Ablauf unserer Streckenbesichtigung eher “atmosphärisch” geschildert.

Einer muss das Ziel kennen und dann kann's losgehen. Meistens aber wissen mindestens zwei den besten Weg dorthin, dann muss natürlich erst einmal diskutiert werden. Gut, die Route ist gefunden, der Rädelsführer radelt voran. Erst durch den Schlossgarten zum Hardtwald, auf die Stutenseer Allee — immer geradeaus. Später geht's rechts ab durch eine Bahnunterführung nach Stutensee, ein ICE braust gerade vorbei — bewundernde Blicke folgen.

Endlich kommt im Ortskern von Blankenloch eine Stadtbahn S2 entgegen — und löst sofort bei einigen Exkursionsteilnehmern eine Fahrgastzählung aus. Man ist zufrieden, das Ergebnis überzeugt! Die Wendeschleife der S2 in Blankenloch ist erreicht. Ein Hauch von Friedrichstal-Spöck wird schon spürbar. Doch nun muss erst einmal detailliert erörtert werden, wie denn die neuen Schienen an die Wendeschleife kommen. Die Infotafel am Straßenrand gibt Hilfestellung.

Einen Viertelstunde ist vergangen. Jemand hat ein Schild entdeckt: Straßenfest in Spöck. Ja, was ein Zufall! Imaginärer Bratwurstduft durchzieht die Rheinebene — das Ziel gewinnt an Kraft. Fachsimpeln beim Radeln entlang der Kursbuchstrecke 700. Erste Bauaktivitäten kommen in Sicht. Und da — die Stimmung steigt — ein neues Schotterbett und Schienen soweit das Auge reicht. Die Exkursionteilnehmer wirken fröhlich bis ausgelassen, doch man will noch mehr. Weiterradeln auf Baustellenwegen über Stock und Stein. Hier ein Bagger, dort eine Raupe und anderes Großgerät. Die Arbeit ruht bereits. Feierabend.


Zwei Bahnsteige, hohe Lärmschutzwände, aber kein Schotter

Friedrichstal wird erreicht. Ein zukünftiger Haltepunkt kann inspiziert werden, zwei Bahnsteige, hohe Lärmschutzwände, aber kein Schotterbett, schade! Die Fahrräder müssen getragen werden, über ein paar Absperrungen hinweg, man hilft sich. Brückenbauwerke markieren den Trassenverlauf nach Osten. Ein Schlenker am Rübenacker vorbei, durch eine Tunnelröhre, und schon wieder stockt dem Expertenteam der Atem. In der Ferne die Skyline von Spöck mit seinem Straßenfest, neben dem Weg Schienen, Schienen, Schienen. Absteigen, Pause.

Sogleich hat unser Chefplaner einen Fehler im Gleisverlauf entdeckt: Drei mal Hauruck und die Schienen liegen richtig. So viele körperliche Aktivitäten machen hungrig. Auf geht's nach Spöck — immer der neuen Trasse nach. Ein Geröllfeld aus Buntsandstein kreuzt unseren Weg. Es wird als Wendeschleife erkannt und nach einigem Zögern mit Prädikaten “originell”, “nicht schlecht” und “das ist mal was anderes” bedacht.

Plötzlich erhöht sich das Tempo — das Straßenfest gerät in Sichtweite, aus imaginärem wird real existierender Bratwurstduft. Die Fahrräder sind abgeschlossen, und schon befindet man sich im Getümmel. Und so endet die Exkursion, wie alle guten Exkursionen enden: Bei Essen und Trinken, Diskutieren der gewonnenen Eindrücke und Auflistung neuer Exkursionsvorschläge. Und nach Hause kommen muss man ja auch noch — irgendwie.

Uwe Haack

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 3/04

Stand des Artikels: 2004! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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