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  BUZO   

Abschied von Frank Peter Bub

Er war schon durch sein Chemiestudium für Umweltprobleme sensibilisiert und gründete mit Gleichgesinnten den Arbeitskreis Umwelt an der Universität Karlsruhe. 1972 schloss er sich der entstehenden BUZO unter Hans-Helmuth Wüstenhagen an und brachte seine Erfahrungen aus der Redaktionsarbeit der Fachschaft in die Vereinszeitschrift “Umweltschutz” ein. An deren Inhalt und Gestaltung war er bis 1984 maßgeblich beteiligt.

Er setzte sich auch aktiv für ihre Verbreitung ein, und so geschah es an manchen Abenden, dass ein kleiner Trupp von Aktiven mit ihm zusammen in die Karlsruher Stadtteile zog um dort die Briefkästen zu beschicken und so für den Verein neue Mitglieder zu werben.

Nach Hans-Helmuth Wüstenhagens Abschied übernahm er von 1976 bis 1978 den BUZO-Vorsitz, wobei er durch seine Zielstrebigkeit auch bei manchen Mitgliedern aneckte.

Durch sein breit gefächertes Wissen und seine sozialen und politischen Fähigkeiten konnte er Menschen begeistern und mitreißen; allerdings war ihm gelegentlich sein Perfektionismus im Wege, der ihn manchmal dazu brachte, etwas zu geradlinig auf Ziele zuzugehen. Andererseits konnte er doch so manches dann durch seinen Humor wieder ausgleichen.

Seine Liebe zur Natur bewog ihn auch zum Einsatz für den Schutz von Weingartner Moor, Auwäldern und Hardtwald.

Nachdem er erkannt hatte, wie gefährlich die Atomenergie ist, setzte er sich stark dafür ein, den Anteil dieser Energieart so klein wie möglich zu halten und Alternativen wie Sonnen- und Windenergie sowie Biogas und Erdwärme zu entwickeln. Es entstanden zu diesen Themen mehrere Arbeitskreise und Seminare im Rahmen des “Bürgerdialogs Kernenergie”.

Wer aber meint, Frank sei nur ein trocken-wissenschaftlicher Mensch gewesen, der hat ihn nicht richtig kennengelernt: Frank war auch beim Feiern gern dabei, oft brachte er seine Gitarre mit und sang. Bei manchen Seminaren bereitete er mit uns den gemütlichen Teil vor, wobei sein Humor zum Tragen kam.

Leider wurde mit seinem Wegzug nach Jockgrim die Verbindung zu ihm immer dünner, obwohl er schon in der BUZO versucht hatte, die Drähte zwischen AGU Südpfalz und BUZO zu stärken, beispielsweise durch die Zusammenarbeit beim Info. Es gab dann noch punktuelle Zusammenarbeit, um die Zugverbindungen zwischen Karlsruhe, der Pfalz und dem Elsass zu verbessern.

Aber auch in Jockgrim engagierte er sich weiter politisch, u. a. war er für die Freie Wählergruppe bis 2003 im Gemeinderat.

Dr. Frank Peter Bub starb nach langer Krankheit am 18. März im Alter von nur 57 Jahren. Wir werden ihn immer als guten Freund, eifrigen Vordenker und kompetenten Umweltschützer im Gedächtnis behalten.

Reinhold Hillenbrand , Hans Seiler

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 3/05

Stand des Artikels: 2005! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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