Die Atomkatastrophe, die sich am 26. April 1986 in Tschernobyl ereignete, gilt als der bisher schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Atomenergie. Nun, da sich der Supergau zum 40. mal jährt, gibt es zahlreiche informative TV-Sendungen und verschiedene Veranstaltungen zum Thema. Termine, die in Karlsruhe statt finden, sind auf der Rückseite dieses Heftes und auf unserer Internetseite zu finden. Die BUZO hat sich in der Vergangenheit schon aktiv in die Anti-Atom-Bewegung eingebracht und zeigt im April in der Kronenstraße eine Ausstellungstafel aus den alten Zeiten. Außerdem laden wir an drei Terminen ein zum Public Viewing ins Umweltzentrum, bei dem wir die Online-Vorträge von .ausgestrahlt gemeinsam verfolgen und uns vielleicht noch im Anschluss darüber austauschen können.
Es gibt Aufzeichnungen, siehe Kurz: umverka.de/b1 = Lang: https://ausgestrahlt.de/aktiv-werden/infoveranstaltung-ausgestrahlt/online/15-fukushima-40-tschernobyl/
Klein, harmlos und klimafreundlich — so werden SMR (Small Modular Reactors) gern dargestellt. Doch jenseits der Schlagzeilen bleiben die Risiken groß, die Kosten unklar, die Pläne nur virtuell, der Klimaeinfluss negativ und die Interessen mächtig. Jan Haverkamp (WISE, Greenpeace Niederlande) entlarvt die Mythen über den neuesten Atom-Hype der EU.
Jan Haverkamp ist Experte für Atom- und Energiepolitik bei Greenpeace und WISE und beschäftigt sich mit der weltweiten Entwickung der Atomenergie, mit Fokus auf Europa.
Vor drei Jahren schaltete Deutschland die letzten Atomkraftwerke ab — ein historischer Schritt für die Energiewende. Heute sind erneuerbare Energien im Aufwind, während die Kohleverstromung zurückgeht. Trotzdem versucht die Atomlobby weiterhin, Zweifel zu säen und den Ausstieg in Misskredit zu bringen. Armin Simon (.ausgestrahlt) zeigt, wo Deutschland tatsächlich steht, wie das Ende der Atomkraft die Energiewende voranbringt und was hinter der angeblichen Renaissance der Atomkraft in Europa steckt.
Armin Simon ist Journalist und Historiker (M.A.). Aktiv gegen Atomkraft und für die Energiewende seit den 1990er Jahren hat er von „X-tausendmal quer“ an bei so gut wie jedem großen Anti-Atom-Protest mitgewirkt. Public Viewing im Umweltzentrum um 18—19:30 Uhr
40 Jahre nach der Katastrophe bleibt Tschernobyl ein Ort voller Fragen und Risiken. Wie stabil ist der Sarkophag wirklich? Was geschieht unter der einst explodierten Reaktorhülle, und wie verstrahlt ist die Sperrzone noch heute? Alex Rosen (IPPNW) beleuchtet die aktuelle Lage vor Ort, räumt mit Irrtümern und Falschdarstellungen auf und ordnet die Bedeutung von Tschernobyl für die Anti-Atom-Bewegung ein.
Alex Rosen ist Kinderarzt und war über viele Jahre Vorstandsmitglied der deutschen IPPNW (Internationale Ärztinnen für die Verhütung des Atomkrieges, Ärztinnen in sozialer Verantwortung e. V.). Sein Spezialthema sind die gesundheitlichen Folgen ionisierender Strahlung und die Auswirkungen der Nuklearen Kette, insbesondere der Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima, zu denen er bereits zahlreiche Artikel und Analysen publiziert hat. Public Viewing im Umweltzentrum um 18—19:30 Uhr