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Flickenteppich Verkehrsverbünde

Der VCD-Landesverband hat die Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg unter die Lupe genommen. Eigentlich sollen Verbünde das Leben erleichtern, weil man mit einem Fahrschein mehrere Verkehrsmittel nutzen kann. Aber vereinfachen unsere Verbünde das Leben wirklich?

Schaut man sich die Karte im DB-Kursbuch an, die die Verbünde bundesweit darstellt, so fällt auf, dass in den meisten Regionen die Verbünde deutlich größer sind, während hier viele nur einen Landkreis groß sind. Sehr schnell stößt man so an die Grenzen der Verbünde und wird mit anderen Tarifen und Bestimmungen konfrontiert. Wer von Karlsruhe-Oberreut nach Stuttgart-Möhringen will, brauch sie doch wieder: 3 Fahrscheine für die Straßenbahn hier, den Zug zwischendrin und die U-Bahn dort. Selbst wenn man drei Verbundfahrscheine (KVV, VPE, VVS) hätte (denn wo bekäme man sie? entwerten?), passen womöglich die Tarifbestimmungen nicht zusammen, weil hier die Tageskarte 24 Stunden gilt, dort nur bis Betriebsschluss oder weil die Altersgrenzen für Kinder unterschiedlich sind. Oder man bekommt Probleme, weil die Fahrscheine aus dem einen Automaten schon entwertet purzeln, aus dem anderen noch nicht. Es ist ein heilloses Durcheinander, dass schnell teuer enden kann, weil man einen ungültigen Fahrschein erwischt hat. Der Landesverband hat daher zusammen mit der Untersuchung Forderungen nach Vereinheitlichungen aufgestellt.

Fusion oder Zusammenarbeit von KVV und VPE?

In dieses Thema passen gut die Forderungen von einigen Politikern zu Fusionen des Pforzheimer VPE, einem der kleinen Verbünden, mit KVV oder VVS. Im VPE wehren sich aber einige dagegen. Durchaus verständlich, wenn man die Kosten der Verbünde für die Gemeinden und Kreise vergleicht, denn die liegen im VPE deutlich niedriger als in den größeren Nachbarn. Außerdem stünde man vor der Wahl: Stuttgart oder Karlsruhe? Immerhin denkt man nun verstärkt über eine Angleichung der Tarife nach. Bis Ende des Jahres sollen KVV und VPE Modelle dazu ausarbeiten, so stand es unter »Aktuelles« auf der Homepage des KVV zu lesen, Überschrift »Einheitlicher Tarif für den Nordschwarzwald angestrebt«. Löblich, aber... War der »Nordschwarzwald« nicht eigentlich mal größer? Die »Regiokarte spezial«, mit der der KVV die Gültigkeit seiner Netztageskarte zusammen mit Nachbarverbünden schon auf viele Strecken jenseits des KVV erweitert hat, ist nun schon ein gemeinsames Angebot von KVV und VPE.

Heiko Jacobs

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 1/03

Stand des Artikels: 2003! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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