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Zukünftiges Karlsruher Radroutennetz
Graphik: Stadtplanungsamt (Karte, Routen), H. Jacobs (Texte)

“Fahrradfreundliches Karlsruhe” beschlossen

Das Handlungskonzept “Fahrradfreundliches Karlsruhe” hat wichtige Hürden überwunden: Am 13.9.2005 hat der Planungsausschuss und am 25.10.2005 — kurz vor Druck des u&v 3/05 — der Gemeinderat dieses Konzept mit Finanzrahmen beschlossen. Über die bisherigen Schritte wie die ADAC-Studie mit ihrem schlechten Ergebnis, dem danach verstärkt einsetzenden Planungsprozess mit Radlerforum, BYPAD-Verfahren und AG Radverkehr, alles auch mit Beteiligung von ADFC und VCD, haben wir ja schon mehrfach ausführlicher berichtet. An dieser Stelle nun Details zum Handlungskonzept.

Ein Hauptbestandteil ist das “Radverkehrsnetzkonzept”, das von der AG Radverkehr (Ämter, ADFC und VCD) seit letztem Winter entwickelt wurde. Es definiert die Haupt- und Nebenrouten zwischen den Karlsruher Stadtteilen als Zielkonzept, das heißt, dass noch nicht alle hier dargestellten Routen in der gewünschten Form vorhanden sein müssen. So ist zum Beispiel die Kriegsstraße als Hauptroute aufgenommen, da sie eine gerade und schnelle Ost-West-Verbindung wäre, wenn sie denn eines Tages entsprechend radgerecht umgebaut würde. “Radgerecht” heißt dabei nicht mehr unbedingt “Radwege” hinter parkenden Autos versteckt, was nicht mehr Stand moderner Verkehrsplanung ist, sondern im Falle der im Rahmen der Kombilösung neu geplanten Kriegsstraße zwischen Karlstor und Mendelssohnplatz fast zu 100% “Radspur” auf der Fahrbahn und somit sicherer im Blickfeld der Autofahrer. Auch Extrastreifen zum Linksabbiegen gehören dort dazu.

Auch beschlossen wurde ein 20-Punkte-Programm, das im wesentlichen Ergebnis des BYPAD-Verfahrens ist, in dem recht detailliert untersucht wurde, welchen Stand die Karlsruher Radverkehrspolitik hat. Ziel ist es dabei, von einer reinen Radpolitik nach dem “Feuerwehrprinzip” weg zukommen — bei der nur dort agiert wird, wo Mängel unübersehbar sind —, hin zum integrierten und vorausschauenden Verkehrskonzept, in dem Radverkehr als System betrachtet wird, das mehr ist als nur Radinfrastruktur. Vor allem Öffentlichkeitsarbeit zur Image-Verbesserung des Radverkehrs ist nötig. Oder Beratung zu “fahrradfreundliche Arbeitgeber”. Steigerung des Radverkehrsanteils und der -sicherheit sind neben der Gleichberechtigung wichtige Hauptziele.

Bezüglich der Sicherheit wird gerade die Analyse des Unfallgeschehens neu strukturiert. Daraus wird sich ein Sofortmaßnahmenprogramm ergeben, für das im Nachtragshaushalt 100.000 € beantragt werden. Für eine wesentlich verbesserte Wegweisung werden für 2006 60.000 € beantragt. Für den Ausbau von je 2 Hauptrouten sollen ab 2007 pro Jahr 400.000 € bereit stehen. Die Prioritäten beim Ausbau der Routen werden nun als nächster Schritt von der AG Radverkehr erarbeitet, ebenso die notwendigen Maßnahmen auf Basis einer vorbereitenden Untersuchung von einzelnen Routen von 2003/2004. ADFC und VCD werden daran mitarbeiten und hier berichten.

Heiko Jacobs

Dies ist ein Artikel der Karlsruher Zeitschrift umwelt&verkehr 3/05

Stand des Artikels: 2005! Der Inhalt des Artikels könnte nicht mehr aktuell sein, der Autor nicht mehr erreichbar o.ä. Schauen Sie auch in unseren Themen-Index.

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