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Alle Antworten auf die Frage 1.2 Biologische Vielfalt:

Auch in Karlsruhe führen trotz der Unterzeichnung der Deklaration "Biologische Vielfalt in Kommunen" sowie des Beitritts zum Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" negative Einflüsse und unumkehrbare Entwicklungen zu einem fortgesetzten Verschwinden an Arten und Lebensräumen. Herkömmliche Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen haben diese Entwicklung nicht stoppen können.
Werden Sie sich persönlich dafür einsetzen, dass die Stadt ein kommunales Gesamtkonzept mit einem konkreten Maßnahmenkatalog und verbindlichen Umsetzungsvorgaben vorlegt?

Antwort CDU - CDU
Insgesamt ist Karlsruhe eine „grüne“ Stadt. Karlsruhe hat gerade in den Bereichen Umweltbildung und Umweltgerechtigkeit, aber auch im Arten- und Biotopschutz Erfolge vorzuweisen, wie beispielsweise die guten Platzierungen beim Wettbewerb „Bundeshauptstadt der Biodiversität“, der anlässlich des Internationalen Jahres der Biodiversität der Vereinten Nationen in Deutschland durchgeführt wurde, zeigen. Unser Ziel ist es, die vorhandenen Grünflächen zu erhalten und nachhaltig weiter zu entwickeln. Artenschutz und Erhalt von Lebensräumen ist für uns ein wichtiges Anliegen. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und vor allem den zuständigen Ämtern wollen wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass Fragen des Umwelt- und Artenschutzes auch bei künftigen Planungen eine noch bedeutendere Rolle spielen.

Antwort SPD - SPD
Die SPD unterstützt Maßnahmen der Stadt Karlsruhe zum Erhalt der biologischen Vielfalt und wird dazu gerne auch den Dialog mit den Umwelt- und Naturschutzverbänden suchen.

Antwort Bettina Lisbach, Johannes Honné, Ute Leidig, Alexander Geiger, Daniela Reiff - B90/Die Grünen
Der Erhalt und die Entwicklung der biologischen Vielfalt auch in Karlsruhe ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Mit verschiedenen Initiativen im Gemeinderat setzen wir Grünen uns regelmäßig für zusätzliche Maßnahmen und Haushaltsmittel ein, beispielsweise für die Erarbeitung eines städtischen Streuobstkonzepts, für mehr Naturschutzmaßnahmen im Wald, für weitere Maßnahmen zur Gewässerrenaturierung oder auch für mehr Haushaltsmittel zur naturgemäßen Landschaftspflege. Für die Diskussion, ob eher ein städtisches Gesamtkonzept oder verschiedene, auf Lebens- und Landschaftsräume bezogene Teilkonzepte zielführend sind, sind wir offen. Unsere Erfahrung ist allerdings, dass sehr umfangreiche Konzepte oft nicht oder nur sehr lückenhaft umgesetzt werden und dass ein Vorgehen in definierten Teilschritten manchmal eher zum Erfolg führt. Hierüber können wir uns nach der Wahl gerne im Detail auseinandersetzen. Auf jeden Fall ist es wichtig, dass zusätzliche Maßnahmen zum Erhalt von Lebensräumen und Arten geplant und umgesetzt werden und dass hierfür das notwendige Personal und die notwendigen Sachmittel bereit gestellt werden.

Antwort FDP - FDP
Die öffentlichen Grünflächen – Wald, Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Streuobstwiesen, Flüsse, Seen, Parks und gärtnerische Anlagen – sind für die Gesundheit der Menschen und die Lebensbedingungen der Tierwelt zu schützen. Sie sind auch für den Klimaausgleich dringend notwendig. Die naturräumliche Gestaltung des Karlsruher Rheinufer-Geländes soll zum „PAMINA-Rheinpark“ entwickelt und die Funktion als „Tor nach und aus Karlsruhe“ sichtbar gemacht werden. Landschaftstypische Gebiete sind zu erhalten (Rheinaue) bzw. wiederherzustellen (Streuobstwiesen, Vernetzung von Naturräumen). Die FDP sagt weiterhin ja zum Erhalt des Hardtwaldes als Naherholungsgebiet.

Antwort KAL - KAL
Natürlich – immerhin geht der Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ auf einen Antrag der Karlsruher Liste zurück! Ziel des Konzepts: Die Stadt soll sich aktiv für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt einsetzen und soll direkt auf EinwohnerInnen zugehen. Einige Beispiele: bei beantragten Dachsanierungen grundsätzlich auf Fledermausvorkommen untersuchen; Empfehlungen für Fördermittel geben (Nistkästen, Verzicht auf Insektensperren in Lüftungsziegeln); Arbeiten durch die Stadt wie Errichten von Trockenmauern für Mauereidechsen oder das Ausbaggern von temporären Gewässern für Wechsel- und Kreuzkröte.

Antwort Niko Fostiropoulos, Sabine Zürn, Elke Wach, Michael Chelius, Christine Lenz - Die Linke
Ja, notwendige Infrastrukturmaßnahmen in der Stadt sollten unter der Maßgabe eines maximal möglichen Artenerhalt durchgeführt werden.

Antwort Hans-Christian Arzt - Freie Wähler
Als Mitglied der Siedler von KA haben ich und die Freien Wähler gegen den Bau der Edeka Fleischfabrik gestimmt. Leider konnten wir dieses Vorhaben nicht stoppen. Wir versuchen dennoch eine weitere Bebauung dieses Gebietes zu verhindern. Das gleiche gilt für das Aufstellen von Windrädern an unrentablen Stellen. Daher werde ich mich für ein kommunales Gesamtkonzept, auch über Karlsruhe hinaus, zum Schutz unserer Natur einsetzen.

Antwort Petra Stutz - Freie Wähler
Bereits im Kommunalprogramm der Freien Wähler fordern wir einen Masterplan für den Bereich Umwelt in Karlsruhe. Kurzfristige, kleingliedrige, unkoordinierte Maßnahmen sollen in ein Gesamtpaket integriert werden mit Zielvorgaben und Richtlinien bis 2020 und darüber hinaus.

Antwort Rena Thormann - Freie Wähler
Ja, vor allem unter Einbindung von Expertisen aus den Umweltverbänden.

Antwort Jürgen Wenzel - Freie Wähler
Biodiversität benötigt eine Vernetzung der Lebensräume. Die ?Verinselung? von Naturräumen und die Verbauung der Grünzäsuren muss in der Raumplanung in stärkerem Maße und mit größerer Überzeugung und Gewicht abgewehrt werden. Karlsruhe als Großstadt mit einem noch grünen Umfeld sollte hier Vorbild sein und entsprechendes auch in die Gesetzgebung der Bauleitplanung tragen und in der jetzt schon möglichen kommunalen Entwicklung einarbeiten. Einen Fall Edeka-Fleischwerk, bei dem Karlsruhe zur Nachbarschaftspflege und für wirtschaftliche Interessen landes- und regionalplanerische Absprachen ad acta legt werde ich auch weiterhin energisch entgegentreten!.

Antwort GfK - Gemeinsam für Karlsruhe
Alles zu tun, um die biologische Vielfalt zu erhalten, ist für uns selbstverständlich. Die Bundesregierung listet gut 330 Ziele und 430 Maßnahmen dazu auf. Jedes Bundesland hat einen Maßnahmenkatalog aufgestellt. Es ist uns Ansporn, die Stadt Karlsruhe auch beim Thema Biodiversität als wegweisende Kommune auszubauen. Der Nachhaltigkeitsbeirat Baden-Würtembergs mahnt, verlässliche Daten zu Vorkommen und Verbreitung von Arten im Land an. Eine Kommune allein kann das nicht leisten. Aber eine Kommune kann in Selbstverpflichtung ihre eigenen Flächen so gestalten, dass Arten und Lebensräume erhalten werden. Sie kann selbstverständlich ein Gesamtkonzept aufstellen, das auch verbindliche Auflagen vorsieht. Und sie kann sich mit anderen zusammenschließen. Das hat der Gemeinderat am 16.10.2012 auch entschieden. Karlsruhe tritt dem Bündnis für "Biologische Vielfalt in Kommunen" bei. Das war ein folgerichtiger Schritt, weil unsere Stadt nahezu alle Anforderungen des Bündnisses schon erfüllt hat.

Antwort Erik Wohlfeil - Piratenpartei
Ja, ich werde mich für ein solches Gesamtkonzept einsetzen. Belege für die geäußerten Thesen wären gut und bei der Argumentation für ein solches Konzept hilfreich.

Antwort Gordon Geisler - Piratenpartei
Ja, die Artenvielfalt ist mir wichtig. Da Arten jedoch keine Kommunalgrenzen kennen, soll sich Karlsruhe darüber hinaus für überkommunale Regelungen einsetzen, um eine Zunahme der Monokultur z.B. in der Landwirtschaft zu vermeiden. Beispiel: Viele sogenannte "alte Sorten" an Nutzpflanzen heute nur noch eingeschränkt gepflanzt, bzw. nur eingeschränkt verkauft werden dürfen. So befinden sich von 137 bekannten Kartoffelsorten nur 37 Kartoffelsorten im Verkauf. Rund 67% des Saatgutverkaufs erfolgt durch drei Weltkonzerne. Entsprechende Verfahren wie im Fall der Kartoffelsorte "Linda" vor dem EuGH sind weiter zu unterstützen, damit Artenvielfalt gefördert wird.

Antwort Marcel Gültig - Piratenpartei
Biologische Vielfalt ist mir wichtig, ich kann mir vorstellen mich für ein solches Gesamtkonzept einzusetzen.

Antwort Uwe Lancier - Piratenpartei
ein solches Gesamtkonzept erscheint mir sinnvoll, soweit darin nicht dogmatisch gegen die Wandlung der Natur unter dem Einfluss des Klimawandels und der Anpassung der Arten an die Kulturlandschaft vorgegangen wird.

Antwort Ian Morrison-Cleator - Piratenpartei
Ja, darüber hinaus sollte dies auch in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden geschehen, da sich die Natur nicht unbedingt an die Gemarkungsgrenzen hält.

Antwort Max Braun - Die PARTEI
Ja. Außerdem werden wir neue Tierarten ansiedeln, beispielweise im Hardtwald.

Antwort Joerg Lesser - Die PARTEI
JA

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